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Zürich: Bienen, Wespen und Hornissen – mehr als nur Plagegeister

Zürcher Tierschutz
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Der Zürcher Tierschutz in Zürich ZH erklärt, warum Wespen und Hornissen nützlich sind – und gibt Tipps für ein entspanntes Zusammenleben im Sommer.

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Zürich: Bienen, Wespen und Hornissen – mehr als nur Plagegeister. (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Kaum summt im Sommer eine Wespe um den Gartentisch, kommt Nervosität auf. Dabei sind Bienen, Wespen und Hornissen weit mehr als lästige Sommergäste – sie gehören zu den wichtigsten Helferinnen unserer Natur.

Wildbienen bestäuben unzählige Wild- und Kulturpflanzen und sorgen dafür, dass Blumen sich versamen und Obst und Gemüse gedeihen. Wespen und Hornissen wiederum tragen als natürliche «Umweltpolizei» zum ökologischen Gleichgewicht bei: Sie beseitigen Aas und erbeuten tausende Fliegen, Mücken und andere Insekten.

Von den neun in der Schweiz vorkommenden Wespenarten interessieren sich nur die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe für unsere Speisen und Getränke. Bleibt man aber ruhig, hat man von den ungebetenen Gästen am Gartentisch nichts zu befürchten. Die übrigen Arten bevorzugen Insekten und lassen unser Grillgut und unsere Glace links liegen.

Auch Wildbienen und Hornissen sind ausgesprochen friedlich und stechen nur, wenn sie sich unmittelbar bedroht fühlen.

Entdecken Sie ein Nest am Haus oder im Garten, gilt es, Ruhe zu bewahren. Viele Nester befinden sich an Orten, an denen sie niemanden stören, und werden nach einer Saison ohnehin wieder verlassen. Liegt ein Nest tatsächlich an einem störenden Ort, etwa im Storenkasten oder in der Wandisolation oder stellt es ein Sicherheitsrisiko dar, sollten Sie es von Fachpersonen beurteilen und wenn nötig schonend umsiedeln lassen.

Tipps für ein entspanntes Zusammenleben

Ruhe bewahren: Nicht nach den Tieren schlagen oder sie anpusten.

Essen und Getränke schützen: Speisen abdecken, hinschauen, bevor man einen Biss oder einen Schluck nimmt oder bei Getränken ein Röhrchen benutzen.

Ablenkfütterung: Bieten Sie den Tieren auf einem Tellerchen zwei Meter weiter etwas Feines an.

Sauber halten: Essensreste, Fallobst und offene Abfalleimer ziehen Wespen an.

Abstand zu Nestern halten: Nester nicht erschüttern oder keine Fluglöcher verschliessen. Beobachten Sie das Nest zunächst aus sicherer Distanz.

Fachpersonen kontaktieren: Falls ein Nest Menschen und Tiere gefährdet oder am Haus zu Problemen führt, sollte eine fachliche Beurteilung oder gegebenenfalls eine Umsiedlung erfolgen.

Mit etwas Gelassenheit und wenigen einfachen Massnahmen ist ein friedliches Zusammenleben fast immer möglich.

Wir wünschen Ihnen und Ihren tierischen Nachbarn eine entspannte Sommerzeit.

Kommentare

User #1337 (nicht angemeldet)

Wegen dem Wespenschutz, wieso kann man denn in fast jedem Laden gezielt Wespengiftspray kaufen? Die gehörten ja eigentlich verboten?

User #8288 (nicht angemeldet)

Ist es rassistisch, wenn man nur Wespen als Plagegeister bezeichnet und nicht Bienen oder Hornissen, auch wenn das evidenzbasiert ist?

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