Stadt Zürich

    Wegen Scherben: Auch Lidl verbannt Glas von Street Parade

    Fabienne Endras
    Fabienne Endras

    Zürich,

    Lidl schliesst sich Coop und Migros an. Der Discounter verkauft keine Glasflaschen mehr an der Street Parade.

    Festival
    Nach Migros und Coop verzichtet nun auch Lidl auf der Street Parade auf Glasflaschen aus dem Kühlregal. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Coop und Migros haben schon angekündigt, auf gekühlte Glasflaschen an der Zürcher Street Parade zu verzichten.
    • Nun zieht auch Lidl nach und setzt auf PET-Flaschen und Aludosen.
    • Es ist «ein Schritt in die richtige Richtung», sagen die Organisatoren der Street Parade.

    Die Street Parade 2026 steht vor der Tür. Jedes Jahr hinterlässt das Techno-Festival in Zürich Abfallberge und Glasscherben entlang der Route. Es ist ein bekanntes Bild nach dem Festival und sorgt seit Jahren für Diskussionen.

    Eine Massnahme, die für mehr Sicherheit sorgen soll: Im Mai hatten Coop und Migros angekündigt, in ihren Filialen beim Festgelände keine gekühlten Getränke in Glasflaschen mehr zu verkaufen.

    Glasflaschen gelten als Sicherheitsrisiko. Jedes Jahr kommt es während der Parade zu mehr als 100 Behandlungen wegen Schnitt- und Schürfwunden.

    Wie «20 Minuten» berichtet, hat sich jetzt auch Lidl dazu entschieden, nachzuziehen. In seinen Filialen entlang der Street-Parade-Route wird auf gekühlte Glasflaschen verzichtet.

    Lidl setzt auf PET-Flaschen und Aludosen

    Mediensprecherin Vanessa Meireles erklärt: Im Umfeld der Street Parade werde konsequent auf gekühlte Glasflaschen verzichtet. Die Sicherheit der Teilnehmenden habe «höchste Priorität».

    Als Alternative zu Glasflaschen bietet Lidl PET-Flaschen und Aluminiumdosen an. Im ungekühlten Regal seien Glasflaschen aber weiterhin erhältlich, vor allem für Kunden, die ihren normalen Wocheneinkauf erledigen möchten.

    Street Parade: «Schritt in richtige Richtung»

    Zusätzlich wolle Lidl mehr Personal einsetzen, um Filiale und Aussenbereich sauber zu halten. «Eine direkte Beteiligung an den städtischen Reinigungskosten ist nicht vorgesehen», hält sie fest.

    Glasverzicht an der Street Parade – genug oder zu wenig?

    Street-Parade-Sprecher Stefan Epli bewertet den Schritt der Detailhändler positiv. Er bezeichnet ihn als «Schritt in die richtige Richtung». Glasscherben seien das grösste Sicherheitsproblem an der Street Parade.

    Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. «Die Mehrheit der Behandlungen in unseren Sanitätsstationen ist auf Schnittverletzungen zurückzuführen», sagt Epli.

    Kommentare

    User #4009 (nicht angemeldet)

    Sind die Bagger schon in Position?

    User #1795 (nicht angemeldet)

    Hat es auch ein Trychler Mobil? mir ist langweilig

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