Zürcher Bauern ernten Mais wegen Trockenheit in der Nacht

Wegen der Trockenheit haben Zürcher Bauern die Maisernte teilweise in die Nacht verlegt. Sie wollen damit die Qualität des Winterfutters für ihre Tiere sichern.

Der Futtermais reift aufgrund der extremen Hitze und Trockenheit deutlich schneller als gewohnt, wie der Zürcher Bauernverband am Donnerstag mitteilte. Deshalb müssen zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe ihre Ernte vorziehen. Um eine gute Futterqualität zu erreichen, weichen sie für die Feldarbeit auf die kühleren Nacht- und frühen Morgenstunden aus.
Ein Grossteil des Maises wird siliert und dient im Winter als Futter für Rinder und andere Nutztiere. Würde der Mais bei den aktuell hohen Tagestemperaturen eingebracht, erwärmte sich das Erntegut zu stark. Das würde den späteren Gärprozess behindern und die Qualität des Futters mindern.
Bauern bitten um Verständnis
Den Zürcher Bauernfamilien ist laut der Mitteilung bewusst, dass die nächtlichen Erntearbeiten und die Transporte mit den Traktoren Lärm verursachen. Sie erledigen diese Arbeit zu unüblichen Zeiten aber nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil es die aktuelle Witterung erfordert.
Wo immer möglich, werden die Einsätze effizient geplant und auf das Nötigste beschränkt. Die nächtlichen Arbeiten sind zeitlich begrenzt. Der Bauernverband bittet deshalb um Verständnis für die vorübergehenden Lärmbelastungen.






