GC übersteht Barrage – Zeidler: «Lee hätte zum Flughafen können»

Trotz einer Roten Karte übersteht GC den Barrage-Krimi gegen Aarau. Trainer Peter Zeidler ärgert sich über den unnötigen Platzverweis – und ist erleichtert.
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Das Wichtigste in Kürze
- GC übersteht die Barrage gegen den FC Aarau in einem hitzigen Krimi im Letzigrund.
- Auf beiden Seiten gibt es einen Platzverweis, am Ende entscheidet ein Elfmeter.
- GC-Trainer Peter Zeidler ärgert sich spürbar über den Aussetzer von Lee Young-Jun.
Am Ende zieht GC einmal mehr den Kopf aus der Schlinge: Die Hoppers setzen sich zuhause im Barrage-Rückspiel gegen den Challenge-League-Zweiten FC Aarau durch. In der Verlängerung gewinnt GC gegen die Aargauer zu zehnt mit 2:1.
Zuvor hatte Lee Young-Jun kurz vor Ende der regulären Spielzeit für eine Tätlichkeit die Rote Karte gesehen. Aarau sorgte in der Verlängerung mit einem Platzverweis für Linus Obexer wieder für Gleichstand. Wenig später traf El Bachir Ngom per Penalty zum Liga-Erhalt.

GC-Feuerwehrmann Peter Zeidler zeigt sich erleichtert: «Nicht nur einer, sondern das sind mehrere Steine», die von ihm abfallen würden, so Zeidler. «Es ist eine richtige Leistung, dass wir es geschafft haben. Es sah lange nicht so aus.»
Platzverweis in der Barrage «nicht zu entschuldigen»
Über die Rote Karte gegen Lee ist der Deutsche aber nach dem Spiel noch merklich ungehalten. «Lee hätte heute Nacht gleich zum Flughafen können, wenn wir das nicht gewonnen hätten. Das ist nicht zu entschuldigen. Da muss er sich besser beherrschen in so einem entscheidenden Spiel.»
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Dass sich der Gegner dann selbst geschwächt habe, sei «ein bisschen glücklich» gewesen, gibt Zeidler zu. «Ich bin dann schon emotional und auch erleichtert. Aber Kompliment an unsere Jungs. Ich glaub, der kleine Krasniqi läuft immer noch, wenn er nicht den Ganzkörper-Krampf bekommen hat.»
«Fans wollen GC weiter in der Super League»
«Aber Kompliment für zwei Sachen: Erstens für unsere Mannschaft, die richtig gekämpft hat», lobt Zeidler. «Beispiel Krasniqi, aber auch die anderen, die richtig gekämpft haben bis zum Umfallen.»
«Und auch Kompliment ans Publikum. Ich kenne mich ja noch nicht so aus bei den Grasshoppers. Aber wenn mir einer gesagt hätte, da kommen heute 18'500, hätte ich gesagt: Nie im Leben», so der Deutsche.

Die Unterstützung von den Rängen sei mitentscheidend gewesen. «Das Publikum hat uns auch geholfen. Man hat gesehen, dass es in Zürich genug Leute gibt, die wollen, dass GC weiter in der Super League spielt. Und vielleicht nächstes Jahr gut spielt und zwei hinter sich lässt.»












