GC dreht den Abstiegs-Kracher nach 0:2 – Winterthur steigt ab

Der FC Winterthur steigt aus der Super League ab – GC geht in die Barrage. Das ergibt sich aus einem Abstiegs-Duell, den die Hoppers nach 0:2-Rückstand drehen.
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Das Wichtigste in Kürze
- GC gewinnt im Abstiegskampf gegen den FC Winterthur ein verrücktes Spiel mit 3:2.
- Die Gäste stellen die Weichen durch einen Doppelpack von Kasami früh auf Sieg.
- Nach der Pause dreht GC die Partie durch einen Lee-Treffer und zwei Tore von Abels.
Im Abstiegs-Kracher am zweitletzten Spieltag der Super League schlägt GC den FC Winterthur mit 3:2. Damit haben die Hoppers den Barrage-Platz auf sicher – Winterthur ist abgestiegen.
GC-Strümer Michael Frey sagt: «Die beiden Gegentore am Anfang haben uns geschockt. Aber für Winterthur war das vielleicht auch ungewohnt.» Durch den Anschlusstreffer habe GC wieder ins Spiel gefunden.
«Ich bin stolz auf die Mannschaft», sagt Frey. «Jeder Spieler hat sich heute als Leader gezeigt. Die Jungen rennen um ihr Leben und geben nicht auf – das macht mich stolz.»
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Doppeltorschütze Dirk Abels sagt: «Natürlich bin ich glücklich.» Noch in der Halbzeit sei er wegen der beiden Gegentore nach Eckball wütend gewesen. Die zweite Halbzeit zeigte dann «was möglich ist, wenn wir Energie reinbringen und füreinander kämpfen.»
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Sven Köhler sagt: «Wir haben das Spiel in gefühlt drei Minuten aus der Hand gegeben, es am Ende aber noch gedreht. Das zeigt: Wir leben noch.» Es sei extrem viel auf dem Spiel gestanden in dieser Partie.
Traum-Start für Winterthur – Zeidler wechselt sofort
Schon nach wenigen Sekunden dringt Burkart ein erstes Mal in den GC-Strafraum ein. Die Gäste machen sofort Druck und belohnen sich früh: In der siebten Minute fällt das 1:0. Sidler verlängert einen Eckball und Kasami köpfelt den Ball am langen Pfosten in die Maschen.
Drei Minuten später das Gleiche noch einmal: Schneider tritt einen Eckball, Kasami trifft. Diesmal ist es GC-Spieler Ngom, der per Kopf verlängert. Kasami steht erneut am langen Pfosten und braucht nur noch den Fuss hinzuhalten.

Der VAR überprüft noch, ob ein Handspiel bei Kasami vorlag, aber der Treffer zählt. Der Worst-Case für GC. Peter Zeidler reagiert schon in der 18. Minute! mit einem Wechsel: Für Hassane kommt mit Lee ein neuer Stürmer in die Partie.
GC zu uninspiriert
In der Folge sind die Hoppers spielbestimmend, die Gäste ziehen sich etwas zurück. Die sonst so anfällige Defensive der Winterthurer lässt aber kaum etwas zu.
Kurz vor der Pause meldet sich Kasami mit einem Abschluss aus der zweiten Reihe zurück: GC-Goalie Hammel kann den tückischen Schuss noch um den Pfosten lenken. Trotzdem: Dem FCW und Routinier Kasami sind Selbstvertrauen und Wille anzumerken.

Die Stimmung im Letzigrund kippt zunehmend, das Ganze wirkt zwischenzeitlich eher wie ein Heimspiel der Winterthurer. Auch nach der Pause sind es die Gäste, die gefährlicher wirken.
Handspiel löst GC-Wende aus
Doch dann bringt ein Handspiel der Gäste die Hoppers ins Spiel zurück: Goillard ist im eigenen Strafraum mit der Hand am Ball. GC-Captain Abels tritt an und verwandelt aus elf Metern souverän.
Und nur zwei Minuten später bringt Lee das Stadion mit dem Ausgleich zum Kochen. Winterthur ist aufgerückt und gerät in einen GC-Konter, an dessen Ende der Schuss von Lee ins Tor abgefälscht wird.

Nach diesem Doppelschlag sind die Hoppers nun klar im Aufwind. Einige Chancen werden noch vergeben, dann fällt das 3:2 aber. Diesmal führt ein GC-Eckball zum Erfolg: Jensen findet Abels, der wuchtig unter die Latte köpfelt.
Smith trifft die Latte
Aber Winterthur gibt noch nicht auf und geht nun selbst wieder in die Offensive. Und es wird ganz gefährlich: Ein Schuss des eingewechselten Smith landet an der Torlatte. Ansonsten bleibt die Winterthurer Offensive aber harmlos.
Zumindest Kasami sorgt nochmal für etwas Gefahr: Sein Freistoss landet aber auf dem Tor. Auf der Gegenseite vergeben Jensen, Frey und Marques gute Möglichkeiten zur Entscheidung. Aber weil auch Hunziker nicht trifft, bleibt es beim 3:2.

Damit tritt der FC Winterthur den Gang in die Challenge League an – GC muss in die Barrage. Davor spielen die Hoppers am Samstag (18 Uhr) noch in Lausanne. Der FC Winterthur empfängt Luzern zeitgleich zum vorerst letzten Super-League-Spiel.
Bereits am nächsten Montag steigt das Barrage-Hinspiel gegen Vaduz oder Aarau. Die Entscheidung fällt drei Tage später beim Rückspiel im Letzigrund.











