Stadt Zürich

    Zürcher AL-Kantonsrätin Berger sagt Ja zum ewz-Bonus

    Gianna Berger
    Gianna Berger

    Zürich,

    Die AL-Kantonsrätin Gianna Berger äussert sich im Gastbeitrag zur Initiative «ewz-Bonus für alle». Das ewz gehört der Stadt und damit uns allen, sagt sie.

    Gianna Berger
    Gianna Berger ist Kantonsrätin Zürich für die AL. - zVg

    Am 14. Juni stimmen wir über die AL-Initiative «ewz-Bonus für alle» ab. Angesichts der Rekordgewinne des städtischen Elektrizitätswerks verlangt sie eine einmalige Volksdividende von 80 Millionen Franken – 340 Franken pro Haushalt oder Betrieb.

    Dank des profitablen Verkaufes seiner Produktionsüberschüsse an der Strombörse hat das städtische Elektrizitätswerk 2023 – 2025 Rekordgewinne eingefahren – zusammen über 1 Milliarde Franken!

    Obwohl das ewz jedes Jahr 80 Millionen Franken Gewinn an die Stadt abliefert, ist das Eigenkapital mittlerweile auf stattliche 2775 Millionen Franken angewachsen. Aktuell deckt dieses das Anlagevermögen – Kraftwerke, Strom- und Fernwärmenetze und Kraftwerksbeteiligungen – zu 116 Prozent.

    Das ist ein absoluter Rekordwert! Er zeigt, dass das ewz äusserst solide finanziert ist. Es verfügt über mehr als ausreichend Eigenkapital, um die Herausforderungen der Energiewende, den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion und der Fernwärme, zu meistern.

    ewz
    Die Initiative verlangt eine einmalige Volksdividende von 80 Millionen Franken – 340 Franken pro Haushalt oder Betrieb. - keystone

    Bevölkerung am Rekordgewinn beteiligen

    Das ewz gehört der Stadt und damit uns allen. Angesichts der aktuellen Rekordgewinne des ewz ist es an der Zeit, auch die 235'000 Strombezügerinnen und Strombezüger am guten Geschäftsgang teilhaben zu lassen. Wie das auch genossenschaftlich organisierte Versicherer mit ihren Kund*innen machen.

    80 Millionen Franken Volksdividende

    Die AL-Volksinitiative verlangt, dass aus dem ewz-Gewinn von 2024 neben der bereits erfolgten Ablieferung von 80 Millionen Franken an die Stadtkasse ein gleich grosser Betrag an die Kund*innen in der Grundversorgung rückerstattet werden soll.

    Wir alle haben während Jahren die regulierten, kostenbasierten Tarife bezahlt, während Grosskunden auf Vertragsbasis lange von deutlich tieferen Marktpreisen profitieren konnten.

    Haushalte und KMU entlasten

    Für jeden Haushalt und Gewerbebetrieb bringt die Initiative eine Rückerstattung von 340 Franken. Der ewz-Bonus bringt eine spürbare Entlastung im Alltag. Wir können damit zum Beispiel die Hälfte eines VBZ-Abos bezahlen.

    Oder ihn als willkommenen Zustupf an die ständig steigenden Krankenkassenprämien nutzen. Er bringt den allermeisten weitaus mehr als eine Senkung der Steuern: Bei einem Durchschnittseinkommen entspricht der ewz-Bonus einer Steuerfusssenkung von 19 Prozent für Einzelpersonen und 8 Prozent für Verheiratete.

    Für über 90 Prozent aller Steuerpflichtigen bringt er mehr als eine 3-prozentige Steuerfussreduktion, wie sie von den bürgerlichen Parteien regelmässig gefordert wird.

    Anknüpfung an frühere Bonusaktionen der AL

    Die AL-Initiative ist keine Premiere. Wir knüpfen an die von uns lancierten erfolgreichen ewz-Bonusaktionen der Nuller-Jahre an.

    Statt einseitigen Tarifgeschenken für Grossbezüger forderte die AL 2002 mit der vom Gemeinderat unterstützten Einzelinitiative «Strompreisrabatt für alle!» einen einheitlichen Bonus für alle.

    Von 2003 bis 2014 wurden insgesamt weit über 500 Millionen Franken an die ewz-Kundinnen und -Kunden rückvergütet.

    Zur Autorin

    Gianna Berger ist seit 2024 Kantonsrätin Zürich für die AL Alternative Liste und Mitglied in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK).

    Kommentare

    User #5095 (nicht angemeldet)

    Ein Sockelbetrag für Alle wäre vernünftig - die ersten 20 Tausend steuerfrei zum Beispiel.

    User #3009 (nicht angemeldet)

    Nun, ich wohne in einem Haus mit Erdwärme und Solar auf dem Dach - man sollte das vermehrt fördern, denn ich bezahle fast nichts mehr für Strom. Ansonsten ja, gerecht verteilen die Überschüsse ...

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