Stadt Zürich

    «Gipfel aller Fakes»: «Stein»-Boden in Zürcher Post sorgt für Lacher

    Belinda Schwenter
    Belinda Schwenter

    Zürich,

    Der vermeintliche Steinboden in der Zürcher Sihlpost besteht in Wirklichkeit aus glatten Keramikfliesen. Die Kunden bringt der Fake-Boden zum Schmunzeln.

    Post
    In der Zürcher Sihlpost läuft man auf einem Steinboden – zumindest sieht es auf den ersten Blick so aus. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Boden der Zürcher Sihlpost sieht aus wie Kopfsteinpflaster, besteht aber aus Keramikfliesen.
    • Kunden staunen über die täuschend echte Optik - und die glatte Oberfläche.
    • Die Post begründet die Wahl unter anderem mit Alltagstauglichkeit.

    «Was ist denn da passiert?» Maria H.* will in Zürich nur ein Zalando-Päckli abgeben.

    Doch als die Büroangestellte am Wochenende in die Sihlpost läuft, ist sie irritiert. Denn: Am Boden sieht sie hunderte kleine, runde Steine. Wenn sie aber darauf geht, ist er fast flach.

    Irritiert geht sie in die Knie und fasst mit der Hand auf den Boden. «Da staunte ich nicht schlecht. Der sieht nur aus wie Stein, fühlt sich aber an wie Plastik.» Kleine Luftblasen imitieren einen natürlichen Steinboden sogar noch mehr.

    Für die Zürcherin ist das «der Gipfel aller Fakes», wie sie lachend sagt.

    «Ich musste auch schon lachen»

    Ihre Verwunderung bemerkt auch ein Kunde, der schon länger dasteht. Der Deutsche grinst: «Ich musste auch schon lachen, weil das so echt aussieht, aber künstlich ist.»

    Warum aber hat die Post, die vor einigen Monaten frisch renoviert wurde, so einen Fake-Steinboden installiert?

    Der Hersteller verspricht, die «typischen Kopfsteinpflasterböden lebendig» zu machen. Sie sollen an die städtischen Gehwege erinnern, etwa an den in der italienischen Stadt Genua.

    Wie gefällt dir der «Stein»-Boden?

    Auf Anfrage von Nau.ch teilt Nathalie Dérobert Fellay, Mediensprecherin der Post, mit: Es sei darauf geachtet worden, dass der Boden «alltagstauglich, barrierefrei und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität leicht zu begehen» sei.

    Zugleich unterstütze der helle Keramikbelag aus Feinsteinzeugfliesen das offene Konzept der Sihlpost.

    Die Sihlpost in Zürich ist nach einer Neugestaltung im Dezember des vergangenen Jahres wieder eröffnet worden. Die grösste Zürcher Post ist nur eine von vielen Filialen, die modernisiert wurde.

    *Name geändert

    Kommentare

    User #1556 (nicht angemeldet)

    Erste-Welt-Problem? Peinlich, überhaupt darüber zu informieren /zu diskutieren.

    User #5813 (nicht angemeldet)

    Die Post muss halt auch sparen und doch will man eine gewisse Ästhetik haben. Und dieser Fake passt ja gut in das aktuelle Zeitalter wenn man sich die ganzen Fake News, Deep Fakes, Social Media mit denen man tagtäglich konfrontiert wird anschaut.

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