Dietikon ZH: Stadt stellt Weichen für die Zukunft der Alterspflege

    Stadt Dietikon
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    Der Stadtrat von Dietikon ZH hat das Projekt «Weiterentwicklung AGZ» gestartet. Bis Ende 2027 klärt es, welche Pflegeangebote die Stadt künftig braucht.

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    Das Alters- und Gesundheitszentrum Dietikon am Standort Ruggacker. - zVg

    Der Anteil älterer Menschen in Dietikon wächst und damit der Bedarf an Pflege und Betreuung. Zugleich verändern sich die Anforderungen an die Alterspflege. Der Stadtrat hat deshalb das Projekt «Weiterentwicklung AGZ» gestartet: Es sichert langfristig die gute Pflege im Alters- und Gesundheitszentrum Dietikon (AGZ).

    Bis Ende 2027 klärt das Projekt, welche Angebote die Stadt künftig braucht, wie sich das AGZ am besten organisiert und wie es finanziell handlungsfähig bleibt.

    Das Alters- und Gesundheitszentrum Dietikon pflegt und betreut Menschen im Alter an vier Standorten. Rund 200 Mitarbeitende sorgen dort Tag für Tag für eine professionelle und liebevolle Pflege der Bewohnenden. Ziel des Stadtrats ist, dass die Pflege im AGZ auch in Zukunft so gut bleibt wie heute.

    Alterspflege verändert sich grundlegend

    Die Herausforderungen in der Alterspflege wachsen: Immer mehr Menschen in Dietikon erreichen ein hohes Alter. Damit steigt der Bedarf an Pflege und Betreuung: Die kantonale Planung rechnet damit, dass die Stadt bis 2035 zusätzliche Pflegeplätze braucht. Zugleich wandeln sich die Bedürfnisse: Erkrankungen wie Demenz nehmen zu und stellen neue Anforderungen an Pflege, Mitarbeitende und Räume.

    Fachkräfte sind in der ganzen Branche knapp und die Digitalisierung verändert die tägliche Arbeit. Zudem muss der Betrieb wirtschaftlich tragfähig sein, damit das AGZ künftig in seine Angebote, seine Räume und Mitarbeitenden investieren kann.

    Neue kantonale Rahmenbedingungen

    Auch die gesetzlichen Vorgaben ändern sich. Der Kanton Zürich führt eine neue Pflegeheimliste ein. Sie gilt ab 2028.

    Mit der Liste steuert der Kanton das Angebot: Es soll so viele Pflegeplätze geben, wie es braucht – in guter Qualität und zu tragbaren Kosten. Alterszentren müssen künftig nachweisen, dass sie einen ausgewiesenen Bedarf abdecken und die Qualitätsanforderungen erfüllen. Das AGZ steht damit künftig noch stärker in Konkurrenz zu anderen Anbietern in der Region – um Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie um Fachkräfte.

    Bewohnende und Fachkräfte entscheiden sich für ein Alterszentrum, das auch künftig mit Angebot und Qualität überzeugt. Deshalb muss sich das AGZ laufend weiterentwickeln.

    Die Gemeinden bleiben verantwortlich für die Pflegeversorgung ihrer Bevölkerung. Für Dietikon heisst das: Das AGZ muss auch weiterhin die Anforderungen zeitgerecht erfüllen. Damit sichert es seinen Platz in der Altersversorgung der Region.

    Angebot, Finanzen und Organisation unter der Lupe

    Mit dem Projekt «Weiterentwicklung AGZ» schafft der Stadtrat dafür die Grundlage. Das Projekt bearbeitet drei Themen: das Angebot, die Organisation und die Finanzen. Beim Angebot klärt es, welche Pflege und Betreuung Dietikon künftig braucht: von der klassischen Alterspflege über die Demenzpflege bis zu neuen Wohn- und Betreuungsformen.

    Bei der Organisation geht es um klare Prozesse und Abläufe, die den Arbeitsalltag im AGZ erleichtern. Bei den Finanzen analysiert das Projekt Kosten und Erträge der einzelnen Angebote.

    Die Arbeiten starten im Herbst 2026 mit der Strategie und der Angebotsplanung, die weiteren Themen folgen gestaffelt bis 2027. Ausgerichtet ist das Projekt auf die neue Pflegeheimliste des Kantons, die ab dem 1. Januar 2028 gilt. Der Stadtrat informiert laufend über den Stand des Vorhabens.

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