Unterland

    David Galeuchet (Grüne): «Frieden fördern, nicht Kriege beliefern»

    David Galeuchet
    David Galeuchet

    Bülach,

    Der Zürcher Grünen-Kantonsrat David Galeuchet lehnt die Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes ab und fordert mehr Engagement für den Frieden.

    David Galeuchet Porträtfoto Grüne
    David Galeuchet ist Zürcher Grünen-Kantonsrat aus Bülach. - zVg

    Der Bundesrat und die bürgerliche Parlamentsmehrheit wollen das Kriegsmaterialgesetz lockern. Künftig könnten Schweizer Waffen an 36 Länder geliefert werden, selbst wenn diese in bewaffnete Konflikte verwickelt sind. Das öffnet Tür und Tor für Waffenexporte in Kriegsgebiete.

    Gleichzeitig werden Kontrollen und demokratische Mitspracherechte geschwächt. Auch die Weitergabe an Drittstaaten wird erleichtert. Damit steigt das Risiko, dass Schweizer Waffen bei Staaten landen, die Kriegsverbrechen begehen oder Menschenrechte verletzen.

    Kriegsmaterialgesetz
    Am 29. November stimmt die Schweiz über die Änderung des Kriegsmaterialgesetzes ab. (Symbolbild) - keystone

    Die Rüstungsindustrie profitiert bereits: 2025 erreichten die Waffenexporte mit 948 Millionen Franken einen Rekordwert. In zehn Jahren haben sie sich mehr als verdoppelt. Die Lockerung dient vor allem den Profiten der Waffenindustrie. Der Ukraine hilft sie hingegen nicht.

    Obwohl deren Unterstützung ursprünglich als Begründung diente, bleibt die Weitergabe von Schweizer Waffen an die Ukraine wegen des Neutralitätsrechts untersagt. Die Schweiz sollte ihre humanitäre Tradition stärken, statt den Waffenhandel auszuweiten.

    Soll die Schweiz das Kriegsmaterialgesetz lockern?

    Mit medizinischer Ausrüstung, Hilfsgütern und dem Ausbau unserer Guten Dienste können wir menschliches Leid lindern, zwischen Konfliktparteien vermitteln und Friedensprozesse unterstützen. Unsere Stärke sollte die Friedensförderung sein, nicht der Export von Kriegsmaterial.

    Zum Autor

    David Galeuchet (Grüne) ist Zürcher Kantonsrat aus Bülach. Von Beruf ist er Energiefachmann. Seit 2022 ist er auch Teil der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt.

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