Stadt Zürich

    Greta Thunberg fordert in Zürich Engagement für Westsahara

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat am Zurich Film Festival Taten statt Worte für Westsahara gefordert. Bei der Premiere eines Filmes am Dienstagabend über den Kampf der Sahrawi stand sie allerdings nicht im Mittelpunkt.

    In einem Sahrawi-Flüchtlingslager an der Grenze zu Algerien. (Archivbild)
    In einem Sahrawi-Flüchtlingslager an der Grenze zu Algerien. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/ALFRED DE MONTESQUIOU

    «My Home of Wind and Sand» handelt von Najla Mohamed Lamin, die in einem Flüchtlingslager in der algerischen Wüste aufgewachsen ist. Über zehn Jahre entstand der Dokumentarfilm. Dem Ziel, in eine unabhängige Westsahara zu gehen, ist die Protagonistin nicht näher gekommen. Noch immer besetzt Marokko das Land.

    Für Najla Mohamed Lamin ist das eine riesige Ungerechtigkeit. «Die Welt spricht uns ein fundamentales Recht ab – ein freies Referendum über unser Zukunft abzuhalten», sagte sie am Dienstagabend nach der Weltpremiere des Films in Zürich. Der Film ist sehr persönlich, mit vielen intimen Details aus ihrem Privatleben. Doch die Protagonistin meinte, sie habe beim Zusehen vor allem an die Geschichten anderer Sahrawi gedacht, «deren Geschichten noch stärker sind als meine».

    Ein ignorierter Konflikt

    Greta Thunberg besuchte im Jahr 2025 ein Sahrawi-Flüchtlingslager. Seither hat sie die Zusammenhänge zwischen dem Kampf der Sahrawi und der globalen Klima- sowie der sozialen Gerechtigkeit hervorgehoben.

    Ans Filmfestival kam sie als Unterstützerin, am Nachmittag auf dem Grünen Teppich, nach der Premiere äusserte sie sich zum Kampf der Sahrawis. «Der Film ist sehr bewegend. Er erzählt von Verrat – der Besetzung und dem Ignorieren des Konfliktes in der Welt», sagte sie. Die privilegierten Menschen sollten sich an die Seite der Sahrawis stellen und mit ihnen kämpfen. «Wir müssen darüber sprechen und die Nachricht verbreiten. Sonst sind wir Heuchler», sagte Thunberg.

    Marokko beansprucht Westsahara seit 1975 für sich. Zu diesem Zeitpunkt gab die ehemalige Kolonialmacht Spanien das Land auf. Europa könne nicht so tun, als ob es nichts damit zu tun habe, sagte Najla Mohamed Lamin. Die Unterstützung anderer Länder trage dazu bei, dass Marokko ihr Volk unterdrücke,. «Die Welt will uns zum Schweigen bringen, aber wir lassen uns nicht sagen, was wir zu tun haben», sagte sie.

    Kommentare

    User #1785 (nicht angemeldet)

    Eine Schwedin, aus gutem Hause, die in Zürich, Schweiz, Geld von uns, für irgendwo in Afrika verlangt. Kann mir mal Einer den genauen Zusammenhang erklären? Weil, hier explodieren zur Zeit gerade die Krankenkassenkosten!

    User #163 (nicht angemeldet)

    Mein Kommentar bezieht sich sehr wohl auf den Artikel, ich fordere...Gruss an den Red-Bot.

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