Stadt Zürich

Beschuldigte schweigen zu Arbeitsunfall in Rüschlikon

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Zwei Beschuldigte haben am Mittwoch Aussagen zu einem tödlichen Arbeitsunfall vor dem Bezirksgericht Horgen verweigert. Der dritte wies jegliche Verantwortung von sich.

Drei Landschaftsgärtner müssen sich am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Horgen wegen des Tods eines Bauarbeiters verantworten. (Archivbild)
Drei Landschaftsgärtner müssen sich am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Horgen wegen des Tods eines Bauarbeiters verantworten. (Archivbild) - KEYSTONE/MELANIE DUCHENE

Er sei gar nicht vor Ort gewesen, sagte der 30-jährige Vorarbeiter an der Verhandlung. Laut Anklage gab ihm der Projektleiter die Bewilligung für den Aushub. Gearbeitet habe dann aber ein anderer. Informationen über Sicherheitsmassnahmen bei tiefen Baugruben durch die Firma habe er nicht gehabt, sagte der Mann.

Der Projektleiter und der Vorarbeiter, der den Aushub vornahm, sagten, wie schon in der Untersuchung, gar nichts. Die Gartenbaufirma übernahm den Auftrag kurzfristig. Die ursprünglich eingeteilte Firma verzichtete, weil sie diese Arbeiten nicht eingeplant hatte.

Opferangehörige waren am Mittwoch keine vor Ort. Wie ein Verteidiger sagte, gebe es auch keine Genugtuungsforderungen. Auch die Staatsanwältin verzichtete auf eine Teilnahme.

Der Unfall war an einem Dienstagvormittag im Juli 2024 in Rüschlikon passiert. Zwei Männer standen für Abspitzarbeiten in einer Baugrube, aus der später ein Regenwasserreservoir entstehen sollte. Die Gartenbaufirma war mit Aushubarbeiten beschäftigt. Ein Arbeiter wurde von einer abrutschenden Seitenwand verschüttet und verstarb.

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