Agglo Zürich

Exklusives Schwingfest in Kilchberg ZH begeistert Jung und Alt

Keystone-SDA Regional
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Pfnüselküste,

Das 1927 ins Leben gerufene Schwingfest in Kilchberg ZH hat am Samstag Jung und Alt begeistert. Das nur alle sechs Jahre stattfindende Fest gilt als exklusivstes Schwinget der Schweiz und ging bei der 18. Ausgabe vor 10'000 Zuschauerinnen und Zuschauern reibungslos und mit dem Triumph des Thurgauers Samuel Giger über die Bühne.

10'000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten den 18. Kilchberger Schwinget oberhalb des Zürichsees.
10'000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten den 18. Kilchberger Schwinget oberhalb des Zürichsees. - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

Im Schwingen werden Traditionen gepflegt. Das gilt noch viel stärker für das auf dem Gutshof «Stockengut» stattfindende Kilchberger Schwinget, für das nur gerade die besten 60 Schwinger zugelassen sind. Einen öffentlichen Ticketverkauf gibt es für den Anlass nicht, die 10'000 Karten für die Tribünenplätze werden in der «Schwingerfamilie» verteilt, wie auf der Homepage des Veranstalter nachzulesen ist

Dieses Jahr musste die Fans erstmals in der fast 100-jährigen Geschichte Eintritt (von 100 Franken) bezahlen. Passend zu dieser Premiere und zur immer höheren Popularität des Schwingsports setzte sich mit Samuel Giger der einzige Schwinger durch, der sich erst kürzlich öffentlich als Profi geoutet hat.

Familiäre Atmosphäre

Wer das Fest rund um die temporäre Arena verfolgen wollte, konnte dies auf TV-Bildschirmen und in Festzelten tun. Und so schnupperten Einheimische mit Kinderwagen und Expats aus dem nahen Zürich bei einer Flasche Bier oder Most Schwingerluft – und liessen sich von Schwingfans – teilweise auch auf Englisch – die für sie unbekannten Regeln des Schweizer Nationalsports erklären.

Im Gegensatz zu einem Eidgenössischen Fest, das vor einem Jahr in Mollis GL gegen eine halbe Million Leute angelockt hatte, blieb es an der Veranstaltung oberhalb des Zürichsees deutlich familiärer. Dies lag nicht nur an der Exklusivität des Festes, sondern auch am Austragungsort «Stockengut».

Polizei ohne Arbeit

Der der Gemeinde Kilchberg gehörende Bauernhof sorgte für eine gemütliche Atmosphäre, von der sich auch die zahlreich auf dem Gut lebenden Tiere anstecken liessen. Sie nahmen den Trubel gelassen hin – bereits am frühen Morgen, als die 10'000 Fans aus der ganzen Schweiz fast gleichzeitig auf das Festgelände pilgerten.

Das Organisationskomitee zog nach dem Fest trotz des zeitweilig aufgekommenen Regens ein positives Fazit, wie es auf Anfrage erklärte. Auch die Einsatzkräfte hätten – wie an Schwingfesten üblich – einen «ruhigen Tag» gehabt. Dies untermauerten TV-Bilder von Polizistinnen und Polizisten, die sich ins Festzelt setzten und den Nachmittag bei einer Prise Schnupftabak genossen.

Kommentare

User #1699 (nicht angemeldet)

Fehlentscheide der Kampfrichter in Kilchberg, wäre für diese Schwinget eine bessere Überschrift.

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