Agglo Zürich

Andreas Baumgartner äussert sich zur Polizeiaffäre in Uster ZH

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Goldküste,

Der ehemalige Ustermer Polizeikommandant Andreas Baumgartner äussert sich erstmals ausführlich zu den Vorwürfen gegen ihn. Er räumt ein, Rechnungen gesplittet zu haben, weist aber die Vorwürfe zurück, sich bereichert oder anonyme Schmähbriefe verfasst zu haben.

Bei der Stadtpolizei Uster soll es zu Budgetüberschreitungen von rund 1,4 Millionen Franken gekommen sein.  Im Bild: das Stadthaus West, Sitz der Stadtpolizei Uster. (Archivbild)
Bei der Stadtpolizei Uster soll es zu Budgetüberschreitungen von rund 1,4 Millionen Franken gekommen sein. Im Bild: das Stadthaus West, Sitz der Stadtpolizei Uster. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Seit Wochen gibt die «Polizeiaffäre» in Uster ZH zu reden. Andreas Baumgartner war Polizeikommandant der Stadtpolizei in Uster, bevor er aufgrund von Vorwürfen im Frühjahr entlassen wurde. Es geht um eine Budgetüberschreitung von rund 1,4 Millionen Franken, wie Keystone-SDA schrieb.

Baumgartner legt seine Sicht dar

Am Freitagabend legt der 48-Jährige in Interviews im «Tages-Anzeiger» und im «Blick» erstmals seine Sicht auf die Affäre dar. Er habe eigentlich schweigen wollen, sagt Baumgartner gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Jetzt sei aber eine Grenze erreicht worden. «Das Bashing meiner Person und die geleakten Informationen haben inzwischen ein Ausmass angenommen, das ich weder mir noch meiner Familie länger zumuten kann.» Es sei ihm ein Anliegen, Transparenz zu schaffen, und er habe auch das Recht dazu, so Baumgartner weiter.

Der Ex-Kommandant gibt im Interview zwar zu, gewisse Rechnungen «gesplittet» zu haben, es sei aber kein Alleingang gewesen. Namen will er im keine nennen. Er habe sich auch nie persönlich bereichert. Dass er anonyme Schmähbriefe verfasst und verschickt haben soll, ein Vorwurf mit dem er im «Tages-Anzeiger»-Interview konfrontiert wird, bestreitet er vehement.

PUK soll Vorgänge untersuchen

Im Rahmen der Überschreitungen der Finanzkompetenzen von mehreren hunderttausend Franken sollen unter anderem ein Geländewagen, Strassensperren, eine App sowie für fast 250'000 Franken Einsatzhosen finanziert worden sein, wie Keystone-SDA bereits berichtete.

Vor Kurzem hatte der Ustermer Gemeinderat einen Antrag zur Bildung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) der SVP/EDU-Fraktion an die Geschäftsleitung des Parlaments überwiesen. Damit sollen die Vorkommnisse bei der Stadtpolizei aufgearbeitet werden.

Die PUK soll unter anderem klären, wie es bei der Stadtpolizei zu einer Budgetüberschreitung von rund 1,4 Millionen Franken kommen konnte. Zudem soll sie untersuchen, weshalb Rechnungen im Umfang von rund einer halben Million Franken aufgeteilt worden sein sollen.

In der Polizei-Affäre von Uster ebenfalls unter Beschuss steht Stadträtin Beatrice Caviezel (GLP). Sie räumte Anfang dieser Woche einen Fehler bei der Rechnungssplittung für die Strassensperrung ein. Einen Rücktritt schloss sie derzeit aber aus.

Kommentare

Mehr aus Agglo Zürich

Geroldswil ZH
Geroldswil ZH
Fussball
Fussball
FC Wettswil-Bonstetten
Fussball
Stäfa ZH
1 Interaktionen
Stäfa ZH

Mehr aus Zürich

fc zürich
15 Interaktionen
«Zeit abgelaufen»
x
56 Interaktionen
Pendler-Frust
Maag Halle
6 Interaktionen
Die Bilder