GC verliert 1:3 gegen Thun – Abels: «Habe keine Erklärung dafür»

GC verliert gegen den FC Thun mit 1:3 – und ist damit noch gut bedient. Inferiore Zürcher dürften sich auch über fünf oder sechs Gegentore nicht beschweren.

Das Wichtigste in Kürze
- GC unterliegt gegen den FC Thun zuhause klar mit 1:3.
- Dem Tabellenführer werden drei Tore aberkannt, zudem trifft Thun einmal die Latte.
- Für GC steht nur ein Eigentor des Thun-Keepers zu Buche – und ein Platzverweis.
Ein beinahe blamabler Auftritt von GC wird von Tabellenführer Thun fast schon gnädig behandelt: Die Berner Oberländer könnten (oder müssten) im Letzigrund fünf oder sechs Tore erzielen. Am Ende ist es «nur» eine 1:3-Niederlage für die Hoppers. Und den einzigen Zürcher Treffer erzielt Thun auch noch selbst ...
Entsprechend gross ist der Frust bei GC – insbesondere bei Captain Dirk Abels. «Wir hatten einen Plan – und kaum kommen wir auf den Rasen, tun wir nichts davon. In den ersten zehn Minuten gewinnen wir keine Zweikämpfe. Und wenn wir den Ball gewinnen, können wir nicht von A nach B spielen.»
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«Wir hatten eine gute Woche, haben gut trainiert. Im Moment habe ich keine Erklärung dafür, wir müssen das Spiel analysieren», so Abels. «Wir reden viel über Energie und Körpersprache. Wenn man dem Gegner nicht zeigt, dass man gewinnen will, dann gibt ihm das zusätzliche Kraft.»
Auch sein Teamkollege Lovro Zvonarek zeigt sich nach dem Spiel schwer enttäuscht. «Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet, haben zu viele Duelle verloren. Wenn der Gegner gleich zwei Tore macht, dann wird es schwierig.»
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Zwar habe sich GC gut ins Spiel zurückgekämpft, so Zvonarek. «Wir hatten nach der Pause einen klaren Plan und das Tor erzielt. Wir hatten auch eine gute Chance mit dem Schuss (von Jensen, Anm.), das war schade.»
Missglückter Start für GC
Der Tabellenführer legt in Zürich einen Blitzstart hin: Mit einem langen Ball nach fünf Minuten düpiert der FC Thun die GC-Defensive, Elmin Rastoder bezwingt Hoppers-Keeper Justin Hammel. Nur vier Minuten später doppelt Kastriot Imeri nach einem erneuten langen Ball das 2:0 nach.

Und im gleichen Takt geht es weiter, nach 20 Minuten hat GC grosses Glück: Das vermeintliche 3:0 durch Bamert wird wegen Abseits zurückgenommen. Kurz darauf rettet Hammel bärenstark gegen Labeau, der erneut mit einem langen Ball lanciert wurde. Zur Pause könnte es gut schon 4:0 oder 5:0 stehen – aber Hammel hält GC im Spiel.
GC kommt glücklich zum Anschlusstreffer
Völlig gegen den Spielverlauf dürfen die Hoppers kurz nach Wiederbeginn über den Anschlusstreffer jubeln: Nach einem Einwurf setzt Tsimba mit einem cleveren Zuspiel Abels in Szene. Dessen Abschluss klatscht an den Pfosten, an den Rücken von Thun-Goalie Steffen – und ins Netz.

Der Tabellenführer erhöht in der Folge aber direkt wieder die Schlagzahl und hat erneut Abseits-Pech: Rastoder trifft knapp drei Minuten nach dem Anschlusstreffer zum vermeintlichen 3:1. Zum zweiten Mal geht aber die Abseitsfahne hoch. Auf der Gegenseite verpasst Asp Jensen nur haarknapp das 2:2.
Fehr-Treffer entscheidet das Spiel
In Minute 69 erlöst dann aber Fabio Fehr die spielerisch überlegenen Gäste – dank des überragenden Rastoder: Der kocht Abels an der Grundlinie ab und spielt überlegt zurück auf den einlaufenden Fehr. Der zimmert den Ball aus dem Lauf in die Maschen, Hammel ist chancenlos – die Vorentscheidung.

Drei Minuten später macht Rastoder vermeintlich den Deckel drauf, aber zum dritten Mal zählt ein Treffer nicht. Diesmal ist es der VAR, der das Tor zurücknimmt – auch diesmal ein korrekter Entscheid. Einen VAR-Dämpfer setzt es auch für GC: Ismail Beka fliegt in Minute 90 für ein Foul mit der offenen Sohle mit glatt Rot vom Feld.
In Überzahl lassen die Gäste dann in der Nachspielzeit nichts mehr anbrennen – treffen sogar noch Aluminium. Für GC setzt es die vierte Pleite aus den letzten fünf Spielen, die aber deutlich höher hätte ausfallen können. Kommende Woche geht es für die Hoppers auswärts weiter: Sie gastieren am Samstag bei Lausanne-Sport.










