FCZ: Präsident Canepa verteidigt Verpflichtung von GC-Legende Koller

Kommende Saison übernimmt Marcel Koller beim FCZ. Dass ausgerechnet eine GC-Legende übernimmt, ärgert einige Fans. Präsident Canepa bezieht Stellung.

Das Wichtigste in Kürze
- Marcel Koller wird auf die neue Saison hin Trainer beim FCZ.
- Der 65-Jährige gilt bei GC als Legende – er führte der Club zum letzten Meistertitel.
- Jetzt äussert sich Ancillo Canepa zur umstrittenen Verpflichtung.
Vergangene Woche kündigte Nau-Fussball-Chefreporter Mischi Wettstein die Bombe exklusiv an: Marcel Koller übernimmt auf die nächste Saison hin beim FCZ. Findet der stolze Stadtclub unter ihm zu alter Stärke zurück?
Die Nachricht über die Verpflichtung des 65-Jährigen spaltet das Fanlager. Wie bereits bei Steven Zuber kritisieren einige Anhänger den Entscheid scharf. Jetzt bezieht Präsident Ancillo Canepa Stellung.
Canepa: «Respektiere Meinungsfreiheit, dennoch...»
In einem Editorial auf der Webseite des FCZ schreibt er: «Niemand steht über dem FCZ! Wir vom Präsidium haben dies von Beginn weg verstanden und richten unser Denken und Verhalten konsequent danach aus.»

Zun den kritischen Kommentaren meint Canepa: «In der Schweiz herrscht Meinungsfreiheit, das respektiere ich. Dennoch nerven mich die ständig negativen Reaktionen, wenn jemand allein aufgrund seiner vergangenen Club-Zugehörigkeit beim FCZ nicht willkommen sein soll.»
Er begründet die Wahl eines Trainers mit zwei primären Kriterien: «Fachliche Kompetenz und persönliche Integrität.» Koller erfülle diese Anforderungen in hohem Masse.

Zudem betont Canepa, dass Kollers Vergangenheit als GC-Trainer zwei Jahrzehnte zurückliegt. Ihm diese vorzuhalten, sei «schlicht absurd».
Acht Meistertitel mit GC
Man sei stolz, dass sich Marcel Koller für den FC Zürich entschieden habe. «Auch für die hier angesprochenen Fans gilt: Im Zentrum steht der FCZ – nicht individuelle Empfindlichkeiten», so Canepas Resümée.
Als Spieler lief Koller weit über 500-mal für GC auf und feierte sieben Meistertitel sowie fünf Cupsiege. Als Trainer führte er die Hoppers 2003 zum bislang letzten Titel der Clubgeschichte. Von 2018 bis 2020 stand er beim FC Basel an der Seitenlinie.










