FC Zürich: Kollers Rückkehr an die «Schicksalsstätte» Brügglifeld

23 Jahre nach seinem letzten Auftritt kehrt Marcel Koller mit dem FCZ aufs Brügglifeld zurück. Dort erlebte der heute 65-Jährige einst eine dunkle Stunde.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Zürich trifft heute Nachtmittag in der 2. Cup-Runde auf Aarau.
- Trainer Marcel Koller hat ans Brügglifeld nicht nur positive Erinnerungen.
- Vor 35 Jahren hing seine Karriere hier am seidenen Faden.
Während seiner Zeit als Spieler bei GC traf Marcel Koller 34-mal auf den FC Aarau. Mit 15 Siegen und 12 Unentschieden ist seine Bilanz gegen den heutigen Cup-Gegner durchaus positiv.
Die persönlichen Erinnerungen von Marcel Koller an das Brügglifeld sind aber ganz andere: Es ist der 24. Juli 1991, als die Karriere des damals 30-jährigen GC-Profis eine Zäsur erleidet.
Jenen schicksalshaften Tag vor 35 Jahren hat Koller noch in Erinnerung, wie er Nau.ch gegenüber schildert. «Das war das erste Spiel der Saison. Ich ging nach einem Freistoss auf den zweiten Ball und musste halbwegs reingrätschen…»

Beim «Reingrätschen» trifft ihn der damalige Aargauer Spielertrainer Roger Wehrli furchtbar am Bein. Koller erleidet einen Schien- und Wadenbeinbruch, der ihn anderthalb Jahre ausser Gefecht setzen sollte. Die Aarauer siegen übrigens mit 4:0 …
«Mannschaft wird nicht darunter leiden»
Als Trainer wusste Koller bisher auf dem Brügglifeld zu reüssieren: 5 Siege, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen lautet die Bilanz des 65-Jährigen. Das letzte Aufeinandertreffen ist aber schon lange her – am 28. September 2003 war er letztmals in Aarau zu Gast.

Kann sich Koller noch an seinen letzten Besuch vor über 23 Jahren erinnern? «Nein. Ich war damals GC-Trainer, aber an das Ergebnis kann ich mich nicht erinnern.»
Damals musste sich GC dem FC Aarau 1:2 geschlagen geben. Ein schlechtes Omen für das heutige Duell? Auch das verneint Koller. «Das ist kein Problem, ich bin ja jetzt FCZ-Trainer.»

Heute könne er das Vergangene ausblenden. Koller: «Die Mannschaft wird nicht darunter leiden, sie hatte nichts damit zu tun.»
Von Nau.ch auf die Rollenverteilung angesprochen sagt der FCZ-Trainer: «Natürlich ist man als Super-Ligist Favorit. Im Cup ist aber bekanntlich alles möglich. Wir dürfen keine Überheblichkeit an den Tag legen.»











