20 neue Elektrobusse für Zürich – aber von neuen Anbietern

Der Zürcher Stadtrat hat den Verkehrsbetrieben VBZ den Kauf von 20 neuen Elektrobussen genehmigt. Diese bestellen die Verkehrsbetriebe aber bei neuen Anbietern. Die bisherigen Busse erwiesen sich als mangelhaft.

Die Elektrobusse der bisherigen Anbieter Hess (Schweiz) und MAN (Deutschland) hatten öfters technische Störungen oder es kam zu Lieferschwierigkeiten. Auch mit etwas Zeit konnten die Firmen die Probleme nicht zur Zufriedenheit der Zürcher Verkehrsbetriebe lösen.
Noch in den letzten Wochen setzten die VBZ «Fremdbusse» ein, weil nicht genügend funktionierende Fahrzeuge in der Flotte waren. Auf Nachfrage von Keystone-SDA hiess es, dass dies «vereinzelt» vorkomme. Diese Busse müssen die VBZ mieten. Vor einer Woche waren vier solcher «Fremdbusse» auf dem Stadtzürcher Netz unterwegs.
Nun kommen die Firmen Daimler Schweiz und Yutong France zum Zug, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Die deutsche Firma erhält den Zuschlag für zwölf Elektro-Gelenkbusse, die chinesische für acht Elektro-Standardbusse.
Diese kosten insgesamt 17 Millionen Franken.
Mit den beiden Herstellern setzten die VBZ auf bewährtes Know-how, denn beide würden zu den führenden Anbietern elektrisch angetriebener Busse in Europa gehören, heisst es seitens der Stadt.
Sollten sie sich bewähren, gibt es in den Verträgen eine Option für die Beschaffung weiterer Fahrzeuge. In bisherigen Ausschreibungen war von bis zu 100 Bussen die Rede. Bei den alten Anbietern verzichten die VBZ nun auf diese Option.
Ziel der Stadt Zürich ist es, die gesamte Busflotte mit 250 Fahrzeugen zu elektrifizieren. So würden die VBZ wesentlich zur Reduktion der direkten Treibhausgas- und Lärmemissionen beitragen. Das entspreche den Klimazielen der Stadt Zürich.




