Zürcher Verbot von Konversionstherapien ist auf Eis gelegt

Ein Verbot von so genannten Konversionstherapien für Homosexuelle ist im Kanton Zürich bis auf Weiteres vom Tisch. Linke sind empört.

Die Geschäftsleitung des Zürcher Kantonsrats hat beschlossen, ein Verbot von «Umpolungstherapien» für Homosexuelle auf Eis zu legen. Damit bleiben solche «Therapien» in Zürich weiter erlaubt.
SP, Grüne, AL, GLP und Mitte hatten 2021 eine Motion für ein Verbot eingereicht. Auch der Regierungsrat hatte sich für ein Verbot ausgesprochen. «Für uns ist es unverständlich und inakzeptabel, dass sich eine Mehrheit der Geschäftsleitung gegen eine gesetzliche Grundlage für ein Verbot von Konversionspraktiken stellt», schreibt Sibylle Marti, Co-Präsidentin der SP-Fraktion am Freitag.
Wie häufig solche «Umpolungstherapien» in der Schweiz durchgeführt werden, ist nicht bekannt. Immer wieder gelangen jedoch Einzelfälle an die Öffentlichkeit. 2018 hatte ein homöopathischer Arzt in der Westschweiz angeboten, «Homosexualität zu heilen». 2020 empfahl sich ein Psychiater in Schwyz für solche «Therapien».





