Der Auto-Boom sorgte für steigende Unfallzahlen in Zürich

Der Auto-Boom nach dem zweiten Weltkrieg führte dazu, dass es auf den Zürcher Strassen immer häufiger krachte. Um die Bevölkerung auf die dramatisch steigenden Unfallzahlen aufmerksam zu machen, stellte die Stadt Zürich auf dem Paradeplatz ein «Unfallbarometer» auf.

Die Strassen und auch das Verkehrsverhalten der Zürcherinnen und Zürcher waren nicht auf den Auto-Boom vorbereitet. Als Folge davon stiegen die Unfallzahlen in den frühen 1950er-Jahren stark an.
Im November 1952 stellte die Stadt deshalb eine grosse Anzeigetafel auf, auf der laufend die Zahl der Unfälle und Todesopfer bekannt gegeben wurde. In der Aufnahme aus dem Archiv von Keystone-SDA waren es in der Vorwoche 79 Unfälle. In einer Vitrine konnten die Passanten zur Abschreckung zudem echte Unfallbilder anschauen, aufgenommen an den heikelsten Kreuzungen der Stadt.
10'000 Unfälle mit 80 Toten
Viel geholfen hat es nicht: Den negativen Höhepunkt sollten die Unfallzahlen erst 1970 erreichen, mit über 10'000 Unfällen und über 80 Todesopfern. Erst danach schafften es die Behörden, die Verkehrssicherheit massiv zu verbessern.
Zu Unfällen kommt es aber nach wie vor häufig: Im vergangenen Jahr gab es in der Stadt Zürich 4714 Unfälle mit 196 Schwerverletzten.
Das ist die höchste Zahl der Schwerverletzten seit 2018. Grund dafür ist, dass heute mehr Personen ungeschützt, also zu Fuss, auf dem Velo oder auf Trottinetts, unterwegs sind. Fünf Personen verloren 2025 im Strassenverkehr ihr Leben.





