Stadt Zürich

    Zürcher Parlament will Urner Bergdorf bei Wasserversorgung helfen

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Die Stadt Zürich soll dem Urner Bergdorf Eggberge bei der Sanierung der Wasserversorgung unter die Arme greifen. Das Parlament hat am Mittwoch einen entsprechenden Vorstoss von SP, FDP und Mitte/EVP an den Stadtrat überwiesen.

    Urner Wasserversorgung mit Zürcher Unterstützung: Das Zürcher Stadtparlament will bei der Sanierung der Wasserleitungen in Eggberge helfen. (Symbolbild)
    Urner Wasserversorgung mit Zürcher Unterstützung: Das Zürcher Stadtparlament will bei der Sanierung der Wasserleitungen in Eggberge helfen. (Symbolbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    «Pragmatisch, vernünftig und solidarisch» fand SP-Gemeinderätin Rahel Habegger das Postulat. Mit verhältnismässig kleinem Aufwand könne man viel bewirken. Mit 75 Ja- zu 36 Nein-Stimmen überwies das Parlament den Vorstoss schliesslich an den Stadtrat.

    Der zuständige FDP-Stadtrat Michael Baumer hatte ebenfalls Sympathien für das Anliegen. Denkbar sei auch eine nicht finanzielle Unterstützung. Zürich könne Uri auch mit viel Know-how helfen. Er werde den Vorstoss gerne prüfen.

    Die 36 Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die auf «Nein» drückten, schüttelten den Kopf. Hilfe für Uri sei «nett, aber absurd», sagte Moritz Bögli (AL). «Wieso soll die Stadt Zürich dort eine Wasserversorgung finanzieren?» Das sei Aufgabe des Kantons Uri, der nebenbei ein Tiefsteuerkanton sei. «Wir müssen nicht anfangen, innerschweizerische Entwicklungshilfe zu betreiben.»

    Die SVP war ausnahmsweise gleicher Meinung wie die AL. «Aus unserer Sicht ist es nicht die Aufgabe der Stadt Zürich, dort eine Wasserversorgung zu unterstützen», sagte Johann Widmer. Auch die Grünen fanden den Vorstoss «merkwürdig». Es gebe ja bereits den Finanzausgleich, sagte Martin Busekros. «Es geht nicht, dass wir einfach Geld verschenken.» Er äusserte dabei eine brisante Vermutung: «Wer von euch hat dort ein Ferienhaus?»

    Ganz ohne Zusammenhang ist das Anliegen aber nicht, denn das Zürcher Stadtparlament ist seit 1998 über den so genannten «Brückenschlag» mit dem Urner Kantonsparlament verbunden. Diese Parlaments-Partnerschaft beinhaltet regelmässige Besuche. So war eine Zürcher Delegation auch mal im Weiler Eggberge, der über Altdorf liegt. Dort wurden die Zürcher Parlamentarier aus erster Hand über die sanierungsbedürftige Wasserversorgung informiert.

    Kommentare

    User #1764 (nicht angemeldet)

    Finde ich eine Superlösung, wenn sich sich die Gemeinden und Kantone gegenseitig helfen. Beim Bund kann man das leider nicht erwarten. Der lässt unsere Steuergelder lieber ins Ausland verschwinden.

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