Stadt Zürich

Über 1000 Zürcherinnen und Zürcher wollen in der Politik mitreden

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Das Amt der Gemeinderätin oder des Gemeinderates der Stadt Zürich ist nach wie vor begehrt: 1081 Zürcherinnen und Zürcher wollen in der grössten Stadt des Landes mitreden und stellen sich am 8. März zur Wahl. Der Frauenanteil ist – verglichen etwa mit dem Nationalrat – relativ hoch, kommt aber kaum vom Fleck.

Der Frauenanteil bei den Kandidierenden fürs Zürcher Stadtparlament ist erneut leicht gestiegen. Er beträgt neu 45 Prozent. (Archivbild)
Der Frauenanteil bei den Kandidierenden fürs Zürcher Stadtparlament ist erneut leicht gestiegen. Er beträgt neu 45 Prozent. (Archivbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

482 Frauen wollen bei den diesjährigen Wahlen den Sprung in den Gemeinderat schaffen. Dies entspricht gemäss einer Auswertung der Stadt vom Mittwoch 45 Prozent aller Kandidierenden.

Bei den Wahlen vor vier Jahren lag der Frauenanteil mit 44 Prozent noch knapp darunter. Gleichstand ist aber auch dieses Jahr noch nicht erreicht und einen 6-Prozent-Sprung wie von den Wahlen 2018 zu den Wahlen 2022 gibt es nun auch nicht.

Bei den Wahlen 2022 wollten 1073 Zürcherinnen und Zürcher den Sprung ins Stadtparlament schaffen, das Interesse blieb also konstant hoch.

Die publizierten Listen zeigen, dass einige bekannte bisherige Lokalpolitiker darauf fehlen, so etwa Isabel Garcia, die zugleich Kantonsrätin ist. Die einstige GLP-Politikerin wechselte kurz nach den Kantonsratswahlen im Februar 2023 zur FDP und sorgte damit für Ärger.

Das Zürcher Verwaltungsgericht kam kürzlich zwar zum Schluss, dass Garcia die Stimmberechtigten nicht in die Irre geführt habe. Auf ihr Amt als Gemeinderätin will sie nun aber dennoch verzichten.

Ebenfalls andere Pläne hat Sanija Ameti (parteilos, früher GLP). Wie sie am Dienstag auf Anfrage sagte, möchte sie gerne etwas Neues anpacken und verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Ihr Rückzug hat wohl auch mit dem Strafverfahren gegen sie zu tun.

Kommende Woche muss sie sich wegen Störung der Glaubensfreiheit vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Im September 2024 teilte die damalige GLP-Politikerin auf Instagram ein Foto von sich in Schiessstellung. «Abschalten» schrieb sie dazu.

Kurz zuvor hatte sie mit ihrer Druckluft-Pistole rund zwanzig Mal auf ein Bild von Jesus und Maria geschossen. Ameti löschte den Post zwar rasch wieder und entschuldigte sich dafür. Doch Jesus und Maria als Zielscheibe hatten da längst für Schlagzeilen gesorgt.

Genug hat auch Balz Bürgisser von den Grünen. Der 73-Jährige sass seit 2017 im Parlament und sorgte verschiedentlich mit seinen ur-grünen Forderungen für Aufsehen, so etwa dem Verbot der Flugshow am Züri-Fäscht oder seinem Vorstoss für ein Limousinen-Verbot für Filmstars am Filmfestival. Auch die Stars sollten das Tram oder das Velo nehmen, so Bürgisser.

Ebenfalls bereits bekannt ist, dass der langjährige FDP-Gemeinderat Albert Leiser nicht mehr antritt. Der 68-jährige Hauseigentümerverbands-Präsident politisierte seit 1999 im Stadtparlament.

Lust auf einen Parlamentssitz hat dafür der ehemalige AL-Stadtrat Richard Wolff. Er tritt auf der AL-Liste seines Wahlkreises 7+8 an, allerdings nur auf dem 16. Platz.

Der erste Stadtrat der Alternativen Liste trat bei den Wahlen 2022 nicht mehr an. Die AL konnte den Sitz ihres Tiefbauvorstehers allerdings nicht halten, sondern verlor ihn an die heutige SP-Stadträtin Simone Brander.

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