Stadt Zürich

Organisator: «Wollen eine Reaktion zeigen»

Nico Leuthold
Nico Leuthold, Elena Hatebur

Zürich,

Am Zürcher Limmatquai hat sich offenbar eine Kundgebung eingefunden. Einer der Organisatoren geht davon aus, dass es friedlich bleibe.

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Halil Gücük hat die Demo mitorganisiert. Die Teilnehmenden würden Empathie fordern, sagt er im Nau.ch-Interview. - Nau.ch / Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • In Zürich kommt es zu einer Demonstration.
  • Die Stadt hat spontan eine Bewilligung ausgestellt.
  • Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Mehrere Hundert Personen haben sich am Dienstagabend zu einer nicht bewilligten Pro-Kurdistan Demonstration eingefunden. Die Stadt hat spontan eine Bewilligung ausgestellt. Die Kundgebung zog kurz nach 19 Uhr los.

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In Zürich zieht eine Solidaritätsdemonstration für die Kurden durch die Stadt. - Nau.ch

Die Polizei steht mit Gitterwagen und einem Wasserwerfer bereit. Der Platz wurde abgeriegelt, noch ist es friedlich.

Die Einsatzkräfte riegelten einige Strassen entlang der Route ab und verhinderten so, dass die Demonstranten abwichen. Auch beim Hauptbahnhof waren Polizisten in Vollmontur postiert, die Gitter wurden hochgefahren.

Gegen 20.10 Uhr kam der Zug beim Museum für Gestaltung an, wo sich die Demonstration ohne Zwischenfälle auflöste.

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Die Polizei verhindert, dass die Kurden-Demo von der Route abweicht. - nau.ch

Kurden wollen «Reaktion zeigen»

Einer der Demo-Organisatoren ist Halil Gücük. Er ist vor zwölf Jahren aus politischen Gründen aus der Türkei in die Schweiz geflüchtet.

Er habe vieles von der gestrigen Demonstration in Zürich mitbekommen, sei aber nicht vor Ort gewesen. Er sei aber überrascht gewesen, niemand habe zu den Kurden Stellung genommen.

Er gehe davon aus, dass es bei der heutigen Demonstration friedlich bleibe. Gestern seien andere Dynamiken vorhanden gewesen. Es seien auch viele Angehörige der in Syrien bedrohten Personen vor Ort.

«Sie wollen eine Reaktion zeigen», so Gücük. Man wünsche sich Empathie.

Auch Kurden-Demos in Bern und Deutschland

Gleichzeitig findet auch in Bern eine grosse Demo gegen das Vorrücken syrischer Regierungstruppen in Kurdengebiete im Norden und Osten des Landes. Die Gruppe aus mehreren Hundert Personen bewegte sich vom Bahnhofplatz aus in Richtung Bundesplatz. Die Polizei teilte mit, dass sie dort eine Platzkundgebung tolerieren werde.

Auf X schreibt die Polizei, dass sie mit Wurfgegenständen angegriffen werde. Zuvor hätten Demonstrierende versucht, eine Sperre zu durchbrechen. In beiden Fällen seien Mittel eingesetzt worden.

Auch in Deutschland finden Demonstrationen unter dem Titel «Solidarität mit Rojava» statt. In Hamburg kam es dabei zu Ausschreitungen, Polizisten wurden mit Feuerwerkskörpern beworfen. In der Folge setzten sie Pfefferspray ein.

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