Stadt Zürich

Im Lift von Sugus-Haus lauerte versteckte Kamera

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

Zürich,

Die Kündigung der Mieter der Sugus-Häuser war nicht rechtens. Ein Mieter schildert die angespannte Situation zwischen den Mietern und der Vermietung.

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Einem Mieter der Sugus-Häuser wurde Sachbeschädigung vorgeworfen, weil er Zettel im Lift aufgehängt hatte. Daraufhin fand er eine Kamera im Lift. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Dienstag ist klar: Die Kündigung der Mieter der Sugus-Häuser war widerrechtlich.
  • Ein Bewohner gibt nun Einblick in das Verhalten der Vermieter seit der Kündigung.
  • Dabei erwähnt er monatelanges Warten auf Reparaturen und eine versteckte Kamera im Lift.

Seit Ende 2024 ist die Stimmung zwischen den Mietern der Sugus-Häuser und deren Vermietern angespannt.

Die damalige Kündigung aller Mietparteien der Häuser beim Zürcher Hauptbahnhof wurde nun vom Bezirksgericht Zürich als widerrechtlich erklärt.

In einem «Schweiz aktuell»-Beitrag gibt ein Mieter nun Einblick in das Leben in den Sugus-Häusern seit der Kündigung.

Der Mieter, der anonym bleiben will, beschreibt seine Emotionen nach dem Gerichtsentscheid: «Viel Freude, es war ein sehr holpriger Weg, das letzte Jahr.» So dürfte es den meisten Mieterinnen und Mietern gehen.

Denn: Wie Walter Angst, Co. Geschäftsleiter des Mieterverbands Zürich, erklärt, dürfen die Mieter mindestens drei weitere Jahre bleiben. «Erst wenn der Prozess fertig ist, fängt die dreijährige Sperrfrist an. Man hofft natürlich, dass die Eigentümerschaft in diesen drei Jahren nachgibt und die Mieter weiter bleiben lässt.»

Walter Angst
Wie Walter Angst, Co. Geschäftsleiter des Mieterverbands Zürich, erklärt, dürfen die Mieter mindestens drei weitere Jahre bleiben. - Screenshot SRF

Seit der Kündigung Ende 2024 handelt der Vermieter laut dem anonymen Mieter ziemlich nachlässig. Die Verwaltung würde nicht mehr zu den Häusern schauen: Auf Reparaturen müsse man Monate warten.

Versteckte Kamera im Lift entdeckt

Während Reparaturen auf sich warten lassen, werden die Mieter selbst teilweise beanstandet. So erzählt der Mieter, dass ihm Sachbeschädigung vorgeworfen wurde. «Ich sei ja der, der im Lift Zettel aufhängt», soll die Begründung gewesen sein.

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Danach folgte sogar die Kündigung wegen Sachbeschädigung des Lifts mit Verweis auf Videoaufnahmen. Das machte den Mieter stutzig, woraufhin er sich auf Spurensuche begab. Und in einer Lampenfassung im Lift eine versteckte Kamera entdeckte.

Die Polizei riet ihm danach, die Kamera abzukleben.

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