SVP nominiert Rickli und Hübscher für den Zürcher Regierungsrat

Die SVP hat am Donnerstagabend Natalie Rickli und Martin Hübscher für den Zürcher Regierungsrat nominiert. Eine mögliche dritte Kandidatur war an der Delegiertenversammlung in Zürich kein Thema mehr.

Als Reaktion auf die zuerst vorgeschlagene Einerkandidatur der FDP hatte SVP-Präsident Domenik Ledergerber laut darüber nachgedacht, eine dritte Kandidatur in Erwägung zu ziehen. Die Delegierten nominierten aber die beiden vom Vorstand vorgeschlagenen Kandidierenden, wie die SVP am Donnerstagabend mitteilte.
Martin Hübscher tritt neu an und soll den Sitz von Finanzdirektor Ernst Stocker verteidigen. Der 57-Jährige ist seit 2023 Nationalrat. Er führt in Wiesendangen bei Winterthur mit seiner Ehefrau einen Betrieb mit 75 Milchkühen und drei Hektaren Land mit Obstbäumen.
Bevor Hübscher in den Nationalrat gewählt wurde, war er acht Jahre lang Kantonsrat. Während fünf davon präsidierte er die grösste Parlamentsfraktion. Neben Martin Huber von der FDP ist er der zweite Landwirt, der 2027 für den Regierungsrat kandidiert. Auch Hübschers Parteikollege Ernst Stocker, der nächstes Jahr abtritt, war vor seiner politischen Karriere Bauer.
Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hatte kurzfristig für Verwirrung gesorgt, als sie eine Ständeratskandidatur in Erwägung zog. Die 49-Jährige war vor ihrer Zeit im Regierungsrat 12 Jahre lang Nationalrätin.
Die Winterthurerin, die seit 2019 Regierungsrätin ist, erreichte 2023 das zweitbeste Resultat, hinter dem parteilosen Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Mit dem Entscheid der SVP ist nun nur noch offen, ob Fehr wieder antritt. Bisher bestätigt sind zehn Kandidaturen für die sieben Sitze.






