Stadt Zürich will Beitrag für Beratung von Sans-Papiers erhöhen

Rund 65'000 Franken mehr möchte die Stadt Zürich für die Unterstützung von Sans-Papiers ausgeben. Das Pilotprojekt zur Übernahme der Krankenkassenprämien soll damit dauerhaft weitergeführt werden.

Seit Sommer 2024 stellt die Sans-Papier Anlaufstelle Zürich (SPAZ) im Rahmen des Pilotprojekts Krankenkassenprämienübernahme (KPÜ) im Namen von Sans-Papiers Anträge auf KPÜ. Sans-Papiers, bei denen sich hohe Gesundheitskosten abzeichnen, sollen mit Hilfe dieses Instruments eine Krankenversicherung abschliessen können. Per 2027 soll dieses Angebot auch weiterhin bestehen und in das Angebot Rechts- und Sozialberatung integriert werden, wie die Stadt Zürich am Mittwoch mitteilte.
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat deshalb für die Jahre 2027 bis 2030 den jährlichen leistungsabhängigen Beitrag an die SPAZ von bisher 94'100 Franken auf neu 160'000 Franken zu erhöhen.
Die Anlaufstelle soll den schätzungsweise 10'000 in Zürich lebenden Sans-Papiers helfen, ihre oft prekäre Situation zu verbessern. In den letzten Jahren haben die Beratungsanfragen an die Sans-Papier Anlaufstelle deutlich zugenommen – sowohl in ihrer Anzahl als auch in der Komplexität. Die bisherige Finanzierung reiche daher nicht mehr aus, um den Bedarf angemessen zu decken, teilte die Stadt mit.





