Kommission kritisiert Führungsriege der Universität Zürich

Die Aufsichtskommission für Bildung und Gesundheit des Zürcher Kantonsrats (ABG) kritisiert die Universität, respektive deren Führung: Es seien Personen in Führungspositionen, die dafür nicht geeignet seien.

Normalerweise ist das Genehmigen eines Jahresberichtes im Kantonsrat Formsache. Die zuständige Kommission, die das Geschäft vorbereitet, beantragt dem Parlament, den Jahresbericht zu genehmigen. Dies wird in den allermeisten Fällen dann auch ohne Misstöne so gehandhabt.
Nicht so in diesem Jahr. Die Aufsichtskommission für Bildung und Gesundheit (ABG) rügt die Universität Zürich in ihrer Mitteilung vom Donnerstag ziemlich deutlich. Die Kritik geht gar so weit, dass die FDP die Zustimmung zum Jahresbericht verweigern will.
Grund ist das gemäss ABG «nicht mehr zeitgemässe Führungsverständnis» an der Universität. Bei der Auswahl und der Weiterbildung von Führungspersonen müsse stärker auf deren Führungskompetenzen geachtet werden. Vor allem die FDP sieht grosse Mängel bei den Führungspersonen.
Über anhaltende Probleme «besorgt»
Kritik gibt es von der Kommission auch für die Zusammenarbeit von Universität und Universitätsspital. Die Kommission sei über die anhaltenden Probleme «besorgt». Zwar habe sich der Informationsaustausch zwischen den beiden Institutionen deutlich verbessert, so die ABG. Bei Doppelanstellungen, also Personen, die sowohl an der Uni als auch am Unispital arbeiten, gelinge es bei Problemen jedoch nur schwer, gemeinsame Lösungen zu finden.
Unzufrieden ist die Kommission zudem mit dem Informationsaustausch zwischen ihr und der Universität. Dieser müsse transparenter werden, fordern die Kantonsrätinnen und Kantonsräte. Nur so könne die ABG ihre Oberaufsicht wirksam wahrnehmen und überprüfen, ob die Universität ihre Empfehlungen auch wirklich umsetzt.
Der Kantonsrat wird an einer der kommenden Sitzungen über den Jahresbericht der Universität Zürich debattieren. Dabei werden auch die Probleme zur Sprache kommen.





