Patrizia Laeri blickt auf düstere Zeit zurück

Im Jahr 2024 musste sich Patrizia Laeri für immer von ihrem Mann verabschieden. Ihre Trauer empfindet die Unternehmerin heute als «Parallelleben».

Das Wichtigste in Kürze
- Patrizia Laeris Ehemann verstarb im Mai 2024 an einem Hirntumor.
- Erneut teilt sie ihre Erinnerungen an die schwere Zeit nach der Diagnose.
- Die Trauer sei nicht verschwunden, sondern ihr «Parallelleben», erklärt die Unternehmerin.
Schwarzer Anzug, die Haare hochgesteckt, dazu ein ernster Gesichtsausdruck: «Dieses Bild zeigt eine Unternehmerin», schreibt Patrizia Laeri (48).
«Eine Frau, die alles im Griff hat. Eine, die es mit den Finance Bros aufnimmt. Die als Fintech-Gründerin die männerdominierte Bankenbranche aufmischt.»
Die Wirtschaftsjournalistin bezeichnet ihr neuestes Porträt auf Instagram als «makellos», betont zugleich aber deutlich: «Mein Leben ist es nicht.» Denn in der Vergangenheit hatte es die 48-Jährige, die sich auf dem Foto als «tough cookie» ausgibt, nicht immer leicht.

Im Mai 2024 verlor Laeri ihren Lebenspartner im Kampf gegen Krebs. Für die frühere SRF-Moderatorin und ihre gemeinsamen beiden Söhne waren es 13 Monate zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Eine schwere und kräftezehrende Phase, die ihr bis heute nachhängt.
Patrizia Laeri empfindet Trauer als «Parallelleben»
Die Zürcherin erklärt zu ihrem Porträt, «was es nicht zeigt», nämlich: «Dass ich 391 Tage lang verloren habe, die Liebe meines Lebens. An den Teufel in Form eines monströsen Hirntumors. Dass ich ihn beim Sterben begleitet habe.»
Laeri unterstützte ihren Partner, den sie vor dessen Tod noch geheiratet hatte, bis zum Schluss. «Bis ich mit Fentanyl und Spritzen hantierte und er nicht mehr ass. Nicht mehr trank. Und ich Witwe war», beschreibt sie ihre Erinnerungen an die schwere Zeit.
Der Familienvater erlag einem Glioblastom, einem besonders aggressiven Hirntumor, der nur schwer behandelbar ist. Der frühe Tod ihres Ehemannes begleitet Patrizia Laeri bis heute. Ihre Botschaft hinter dem Instagram-Beitrag: «Das Bild zeigt auch nicht, dass Trauer nicht verschwindet, sondern mein Parallelleben ist.»
«Vielleicht ist nun genau das Verletzliche das Stärkste an mir»
Zugleich will sie auf die fehlende Authentizität in den sozialen Medien aufmerksam machen. Denn eine bestimmte Sache stimmt das zweifache Mami nachdenklich: «Wir posten oft, wer wir sein wollen. Aber selten, wer wir wirklich sind, oder geworden sind.»

Für die Unternehmerin steht fest: Sie sieht sich nicht mehr als dieselbe Person wie noch vor drei Jahren. Doch sie hat gelernt, aus negativen Gedanken Kraft zu schöpfen. «Und vielleicht ist nun genau das Verletzliche das Stärkste an mir», schreibt sie.
Das Porträt auf Instagram ist für Laeri mehr als nur einer von vielen Schnappschüssen, die von ihr existieren.
Hinter dem Shooting steckt ein Fotograf, der die 48-Jährige besser kennt als alle anderen. «Und der sagte: Es gibt unzählige Fotos von dir, aber keines zeigt, wer du wirklich bist. Vielleicht ist das hier das erste, das beides zeigt», so Laeri.









