Linksextreme Aktivistin muss schon wieder in Zürich vor Gericht

Eine Aktivistin, die dem linksextremen Umfeld zugerechnet wird, muss heute Mittwoch in Zürich vor Gericht. Andrea Stauffacher steht nicht zum ersten Mal dort. Das zeigt auch die Freiheitsstrafe, welche die Staatsanwaltschaft für die 76-Jährige fordert.

Die Beschuldigte soll nach der Forderung der Staatsanwaltschaft wegen mehrfachen Landfriedensbruchs, mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und Teilnahme an einer unbewilligten Kundgebung verurteilt werden.
Bestraft werden soll sie mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Busse über 300 Franken. Auch ein DNA-Profil soll erstellt werden. Für Stauffacher gilt die Unschuldsvermutung. Die Anträge ihres Verteidigers werden an der Verhandlung bekanntgegeben.
Dabei wirft die Staatsanwaltschaft Stauffacher keine konkreten Handlungen gegen Polizisten vor. Sie habe aber an der Demonstration «Die Klimakrise ist jetzt!» am 11. Februar 2023 in Basel teilgenommen, an der mehrere Polizisten verletzt wurden. Minutiös listet die Anklage alle Verletzungen sowie Sachbeschädigungen auf. Die Beschuldigte sei mit den Gewalttätigkeiten einverstanden gewesen und habe sich auch nicht vom gewalttätigen Demonstrationszug entfernt, heisst es in der Anklageschrift.
Stauffacher, die sich im Vergleich zu anderen linksextremen Demonstrantinnen und Demonstranten öfters unvermummt zeigt, war laut Anklage auch am Umzug «Zürich Nazifrei» am12. Februar 2022, einer Gegendemonstration zu einer Kundgebung von Corona-Massnahmengegnern, dabei.
Demonstranten hätten Sachbeschädigungen begangen und Pflastersteine und Mobiliar eines Restaurants Richtung Polizisten geworfen. Auch in diesem Fall sei Stauffacher «Teil der Zusammenrottung» gewesen und habe die Taten gebilligt. Laut Anklage versuchten die Demonstrantinnen und Demonstranten zur Kundgebung der Massnahmengegner auf dem Sechseläutenplatz vorzudringen.




