Fürsorge-Zwangsmassnahmen: Aufarbeiten eines dunklen Kapitels

Die Gemeinde Stäfa thematisiert an einem öffentlichen Anlass die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Im Fokus stehen Zeitzeugnisse, Aufarbeitung und Austausch.

Wie die Gemeinde Stäfa mitteilt, lädt der Gemeinderat Stäfa die Bevölkerung am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 19 Uhr in den Gemeindesaal Obstgarten in Stäfa zu einem öffentlichen Anlass im Rahmen des Projekts «Zeichen der Erinnerung» ein.
Der Anlass widmet sich den fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen sowie dem Unrecht und Leid, das viele Menschen bis 1981 im Namen staatlicher Fürsorge erleben mussten.
Im Zentrum des Abends stehen die Geschichten und Schicksale von Betroffenen aus Stäfa. Das Ensemble des stattTheaters Stäfa gibt mit szenischen Lesungen aus Zeitzeugnissen einen bewegenden Einblick in dieses Kapitel der Gemeindegeschichte.
Hintergründe und Stimmen zur Aufarbeitung
Am Anlass wird zudem über das Pilotprojekt «Zeichen der Erinnerung», den Stand der Forschung sowie über die Aufarbeitung und Anerkennung der fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen informiert.
Referieren werden Gemeindepräsident Christian Haltner, Dr. Beat Gnädinger, Leiter des Staatsarchivs des Kantons Zürich, sowie Alena Blättler und David Kobelt vom Projektteam.
Regierungsrätin Jacqueline Fehr wird ein Grusswort an die Anwesenden richten. Im Anschluss an die Veranstaltung sind alle Besucherinnen und Besucher zu einem Apéro eingeladen, der Raum für Gespräche und Austausch bietet.
Ein Anlass für die Öffentlichkeit
Der Anlass ist öffentlich. Die Gemeinde Stäfa möchte mit dieser Veranstaltung einen Beitrag zur Aufarbeitung der historischen Ereignisse leisten und lädt die Bevölkerung herzlich zur Teilnahme ein.






