Uznach SG: Nach Migros-Schliessung – kein Provisorium in Sicht

Im Zentrum von Uznach SG fand der Gemeinderat keine Fläche für ein Provisorium. Im Streuli-Areal senkt er die geforderte Ladenfläche auf rund 500 Quadratmeter.

Die Schliessung der Migros-Filiale im Zentrum Frohsinn hat die Nahversorgung in Uznach spürbar eingeschränkt. Der Gemeinderat hat intensiv nach Alternativen gesucht. Er muss jedoch enttäuscht feststellen, dass eine kurzfristige Lösung aufgrund der Marktsituation äusserst anspruchsvoll ist.
So konnte trotz Verhandlungen mit der Streuli Immobilien AG und anderen Flächenbesitzern (u.a. SBB und Kantonales Hochbauamt) keine Landfläche für den Betrieb eines Provisoriums gefunden werden. Zudem sind die Anforderungen moderner Detailhändler an Fläche und Infrastruktur für Übergangslösungen sehr hoch.
Marktstudie zeigt auf – Gemeinderat reduziert die Ladenfläche
Eine durch den Gemeinderat in Auftrag gegebene Marktstudie der Wüest Partner AG zeigt auf, dass derzeit eine Zentrumsversorgung durch einen Grossverteiler kaum wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben sein wird. Aus diesem Grund reduziert er die geforderte Ladenfläche im Sondernutzungsplan zum Streuli-Areal auf ca. 500 m2, um mit einem modernen Quartierversorgungsformat ein realistisches Konzept zu ermöglichen.
Weiter hat der Gemeinderat Gespräche mit den bestehenden Kleinversorgern über Angebotserweiterungen und/oder -anpassungen geführt.
Der Gemeinderat ist weiterhin an der Prüfung von möglichen Optionen und würde sich natürlich auch über Eigeninitiativen aus der Bevölkerung freuen. Prioritäres Ziel bleibt jedoch, die Versorgung im Zentrum langfristig mit der Überbauung Streuli-Park zu sichern.






