Uznach SG: Budget 2027 schliesst mit 1,6 Millionen Defizit

Die Gemeinde Uznach SG rechnet für 2027 mit einem Aufwandüberschuss von 1'618'900 Franken. Der Steuerfuss soll bei 115 Prozent bleiben.

In seiner Fassung weist das Budget 2027 bei gleichbleibendem Steuerfuss von 115% einen Aufwandüberschuss von Fr. 1'618'900 auf. Das Defizit ist damit lediglich Fr. 32'000 höher als der laufende Finanzplan es vorsah.
Hochrechnung laufendes Jahr
Das Budget 2026 sieht einen Aufwandüberschuss von rund Fr. 1,013 Mio. vor (inkl. Korrekturen anlässlich Bürgerversammlung 2025). Die Hochrechnung September 2026 macht eine Besserstellung von rund Fr. 0,9 Mio. absehbar, womit mit einer «roten Null» gerechnet werden darf.
Diese Besserstellung begründet sich insbesondere mit einem Mehrertrag bei den Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen (plus Fr. 0,5 Mio.) und bei den Grundstückgewinnsteuern (plus Fr. 0,4 Mio.). Die budgetierten Handänderungssteuern von Fr. 810'000 dürften dagegen nicht erreicht werden können (minus Fr. 0,25 Mio.).
Finanzausgleich sinkt deutlich
Der Gemeinderat hat das Budget 2027 sowie den Finanz- und Investitionsplan 2028-2031 beraten. Aufgrund guter Steuererträge in den Jahren 2024 bis 2026 sinkt der kantonale Ressourcenausgleich von aktuell Fr. 2,20 Mio. in den Jahren 2027 und 2028 auf Fr. 620'700 respektive auf Fr. 355'000.
Zugleich sinkt der Sonderlastenausglich Schule aufgrund sinkender Schülerzahlen von aktuell Fr. 1,02 Mio. auf Fr. 885'200 respektive Fr. 495'000. Aufgrund dieser vorübergehend starken Ertragsausfälle aus dem kantonalen Finanzausgleich ist geplant, 2027 Fr. 837'000 und 2028 Fr. 1,0 Mio. aus der Ausgleichsreserve zu beziehen.
Gemäss Finanz- und Investitionsplanung werden die budgetierten Aufwandüberschüsse von Fr. 1,62 Mio. (2027) auf Fr. 430'000 (2031) abnehmen. Der prognostizierte Bilanzüberschuss baut sich folglich von Fr. 10,11 Mio. (2026) auf Fr. 4,80 Mio. (2031) ab. Da der Finanzplan eingehalten werden kann, beantragt der Gemeinderat für 2027 einen gleichbleibenden Steuerfuss von 115%.
Aussichten des Gemeinderates
Die Steuerfusserhöhung um 5 Steuerprozente zeigt ihre Wirkung und gibt dem Gemeinderat die notwendige Handlungsfreiheit, nebst den ordentlichen Aufgaben auch gesellschafts-politisch wichtige Themen, wie die frühe Förderung oder das «Aktiv(e) Alter(n)» voranzutreiben.
Es sind dennoch gewisse Unsicherheitsfaktoren zu berücksichtigen. So geht der Gemeinderat davon aus, dass aufgrund der stagnierenden bzw. gar rückläufigen Schülerzahlen der Aufwand bei der Kontogruppe Bildung auf dem Niveau des Jahres 2026 verharren, jedenfalls deutlich weniger stark wachsen wird als in den Vorjahren.
Weiter muss berücksichtigt werden, dass die Abschreibung für das sich in Planung befindliche Kindergarten- und Unterstufenzentrum am Bach noch nicht im Finanzplan abgebildet ist.
Die Geschäftsprüfungskommission hat das Budget geprüft und am 21. Oktober 2026 die Anträge des Gemeinderats zu Investitionsrechnung, Erfolgsrechnung, Steuerplan und Finanzplan genehmigt. Der Budgetbericht 2027 wird zudem bis am 13. November 2026 in die Haushalte verteilt werden.






