FC Affoltern streicht Hans Jucker von Ehrentafel

Nach SRF reagiert nur auch der FC Affoltern am Albis auf die Enthüllungen rund um Hans Jucker (†65): Er wird beim Club von der Ehrentafel gestrichen.

Das Wichtigste in Kürze
- Hans Jucker (†65) war beim FC Affoltern am Albis Ehrenmitglied und Ehrenpräsident.
- Der langjährige SRF-Kommentator wurde 1971 wegen sexuellen Handlungen mit Jugendlichen verurteilt.
- Nach den Enthüllungen vom Montag streicht ihn der FCA von seiner Ehrentafel.
Der Fall Hans Jucker (†65) schlägt seit Montag hohe Wellen: Der langjährige SRF-Sportkommentator wurde 1971 wegen sexueller Handlungen mit Jugendlichen verurteilt.
Trotzdem macht er danach Karriere bei Schweizer Fernsehen. Zudem ist er jahrelang FDP-Gemeinderat und Ehrenpräsident beim FC Affoltern. Und das obwohl offenbar viele Menschen in seinem Umfeld von seiner Verurteilung wissen.

Am Montag reagiert SRF mit einer Stellungnahme, kündigt eine externe Aufarbeitung an. Auch werden Videoclips mit Hans Jucker von den SRF-Kanälen entfernt.
Am Dienstag reagiert auch der FC Affoltern am Albis: In einer Stellungnahme zeigt sich der Club «zutiefst erschüttert. Der FCA distanziert sich in aller Form und Deutlichkeit von den gerichtlich dokumentierten Straftaten. Wir bedauern das unsägliche Leid, das den Betroffenen zugefügt wurde. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen.»
Weiter schreibt der Verein, dass Juckers Ehrenmitgliedschaft (von 1986) und seine Ehrenpräsidentschaft (von 2007) mit seinem Tod 2011 rechtlich erloschen seien.

Zudem erkenne der Vorstand des FCA dem Verstorbenen die Ehrenpräsidentschaft und Ehrenmitgliedschaft mit sofortiger Wirkung nicht mehr an. «Die verurteilten Straftaten veranlassen den FCA ihn von der Ehrentafel zu streichen», so der Verein weiter.
Der FC Affoltern am Albis erklärt, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen höchste Priorität geniesse. Man habe in den vergangenen Jahren «verschiedene Massnahmen umgesetzt, unter anderem die Einholung von Strafregister- und Sonderprivatauszügen bei Funktionären. Der FCA wird auch künftig alles daransetzen, seine Mitglieder bestmöglich zu schützen.»






