Adliswil schliesst 2025 mit Überschuss ab

Stadt Adliswil
Stadt Adliswil

Pfnüselküste,

Die Stadt Adliswil erzielt 2025 einen Ertragsüberschuss von 8,6 Millionen Franken dank höherer Quellen- und Grundstücksteuern. Investitionen bleiben hoch.

Kreisel in Adliswil.
Kreisel in Adliswil. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Adliswil mitteilt, schliesst die Jahresrechnung 2025 der Stadt Adliswil mit einem Aufwand von 159,7 Millionen Franken und einem Ertrag von 168,3 Millionen Franken ab. Daraus resultiert ein Ertragsüberschuss von 8,6 Millionen Franken.

Budgetiert war ein Defizit von 4,2 Millionen Franken. Beim Fiskalertrag sind Mehreinnahmen von 16 Millionen Franken eingegangen. Davon stammen 15,4 Millionen Franken von natürlichen Personen.

Höhere Steuereinnahmen stärken Adliswil

Besonders ins Gewicht gefallen sind deutlich höhere Einnahmen aus Quellensteuern. Adliswil gehört zu den Gemeinden mit dem höchsten Anteil an Quellensteuerpflichtigen. Quellensteuerpflichtig sind in der Schweiz primär ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung.

Im Jahr 2025 betraf dies in Adliswil über 1300 Fälle, was rund 13 Prozent aller Veranlagungen im Bereich der natürlichen Personen entspricht. Auch die Grundstückgewinnsteuern sind um 4,1 Millionen Franken höher ausgefallen.

Den Mehreinnahmen stehen Mindererträge von 3,5 Millionen Franken bei den juristischen Personen entgegen. Insgesamt hat sich die Steuerkraft pro Einwohner um 800 Franken auf rund 4800 Franken erhöht.

Durch die Annäherung an den kantonalen Durchschnitt ist Adliswil 2025 im kantonalen Finanzausgleich weder zuschussberechtigt noch ablieferungspflichtig.

Investitionen weiterhin hoch

Im Rechnungsjahr 2025 wurden Investitionen im Verwaltungsvermögen im Umfang von 21,8 Millionen Franken realisiert. Diese betrafen beispielsweise den Neubau von Turnhalle/Kindergarten Wilacker, die neue Abfallsammelstelle Tüfi oder die Sanierung der Sportanlage Tüfi.

Obwohl das Investitionsvolumen an der oberen Grenze der finanziellen Tragbarkeit liegt, konnten die Erneuerungen nahezu vollständig selbst finanziert werden.

Stadtrat strebt nachhaltige Stabilisierung an

Der Stadtrat nimmt das Ergebnis 2025 zufrieden zur Kenntnis. Mit dem Überschuss kann ein Beitrag zur Drosselung der nach wie vor steigenden Verschuldung geleistet werden.

Leider weisen die Steuererträge bei den juristischen Personen weiterhin eine negative Tendenz auf und es ist mittelfristig keine Trendumkehr absehbar. Der Stadtrat strebt eine Stabilisierung der Verschuldung an und leitet daher im Rahmen der kommenden Planung Massnahmen ein, um Investitionen und Aufwendungen mit den Erträgen in Einklang zu bringen.

Mit dem im Jahr 2025 erstellten Dienstleistungskatalog verfügt die Stadt über eine Grundlage für künftige Entscheidungen hinsichtlich eines Verzichts oder Ausbaus von Leistungen.

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