Buschauffeur rollt an Zürcher Haltestelle Gebetsteppich aus

In Stäfa ZH hat ein Chauffeur der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland bei einer Haltestelle seinen Gebetsteppich ausgerollt und in Richtung Mekka gebetet.

Das Wichtigste in Kürze
- Ungewöhnliche Szenen bei der Haltestelle Frohberg in Stäfa am Zürichsee.
- Gegen 8.30 Uhr morgens breitet dort ein Chauffeur vor seinem Bus den Gebetsteppich aus.
- Dessen Arbeitgeber VZO will den Sachverhalt nun intern aufarbeiten.
Ein ungewöhnliches Bild präsentiert sich an einem Mittwochmorgen Anfang Juli an der Zürcher Goldküste: Ein Chauffeur der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland VZO breitet bei der Bushaltestelle Frohberg in der Gemeinde Stäfa seinen Gebetsteppich aus.
Er richtet ihn vor dem Bus in Richtung Mekka aus und beginnt zu beten.
Dies berichtete zuerst die «Weltwoche».
«Keine Auswirkung auf Pünktlichkeit»
Von Nau.ch mit der Szene konfrontiert, schreibt VZO-Direktor Joe Schmid, die VZO würden die Religions- und Glaubensfreiheit aller Mitarbeitenden respektieren.
«Gleichzeitig erwarten wir, dass während der Arbeitszeit und bei der Erbringung des öffentlichen Verkehrs die dienstlichen Aufgaben, die Sicherheit sowie ein zuverlässiger Betrieb jederzeit im Vordergrund stehen», so Schmid.

Der Vorfall habe sich vor eineinhalb Wochen an einer Endhaltestelle während einer planmässigen Standzeit des Busses ereignet. «Nach heutigem Kenntnisstand hatte dies keine Auswirkungen auf die Pünktlichkeit oder den Fahrbetrieb.»
Unabhängig davon würden die VZO den Sachverhalt intern aufarbeiten und mit den Mitarbeitenden besprechen.
VZO stellt Räume zur Verfügung
Denn – so Joe Schmid weiter – es stünden den Mitarbeitenden «für die Ausübung religiöser oder anderer persönlicher Aktivitäten während der vorgesehenen Pausen geeignete Aufenthalts- und Pausenräume mit der entsprechenden Diskretion zur Verfügung.»
Anliegen aus der Bevölkerung und Medienanfragen würden die VZO ernst nehmen. «Gleichzeitig ist uns wichtig, den Sachverhalt mit der notwendigen Verhältnismässigkeit zu beurteilen.»
Der Fokus gelte täglich dem, was die Fahrgäste erwarten: «Einem sicheren, zuverlässigen und pünktlichen öffentlichen Verkehr sowie einem respektvollen Miteinander.»








