BC Adliswil sichert Ligaerhalt trotz letztem Tabellenplatz

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Der BC Adliswil bleibt trotz Punktverlusten gegen Lausanne und Trogen in der höchsten Liga – die Abwesenheit wichtiger Spieler machte die Aufgabe schwer.

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Auf dem Teambild stehend v.l.n.r. Niklas Kramer, Felix Schütt, Andreas Zbinden, Ezra Cunningham, Patrick Zbinden, Yanis Gaudin, Anton Kaisti, Julien Scheiwiller kniend v.l.n.r. Martin Suter (Assistant coach), Nishka Sharma, Soraya De Visch Eijbergen (Headcoach), Jorina Jann, Hristomira Popovska - Ladina Sahli

Wie der BC Adliswil mitteilt, hat es das NLA-Team nicht mehr geschafft, am letzten NLA-Weekend das Tabellenende zu verlassen. Trotz einem Unentschieden gegen Lausanne am Samstag und einem Punkt gegen Trogen am Sonntag blieb das Adliswiler Team einen Punkt hinter Uzwil auf dem letzten Tabellenplatz.

Da es diese Saison aber nur sieben Teams in der NLA gab, wird es keinen Absteiger geben, und die Sihltaler dürfen auch kommende Saison in der NLA aufschlagen.

Erneut musste De Visch Eijbergen umplanen. Sowohl die türkischen Topspielerinnen als auch der Spanier Garcia, der es im Super-Series Turnier in Orleans mit drei unglaublich starken Siegen ins Halbfinale schaffte, mussten kurzfristig ersetzt werden.

Doch die Ersatzspieler Kaisti und Popovska machten ihre Sache am Wochenende gut. Zudem standen auch die Schweizer Topspieler Schnider und Scheiwiller nicht oder zumindest nur teilweise zur Verfügung.

Sieg in Lausanne wäre möglich gewesen

Wie sich herausstellte, mussten auch die Lausanner auf viele Stammspieler verzichten und so starteten die Adliswiler zuversichtlich in die Partie. Im Doppel kam erstmals der 18-jährige deutsch-schweizerische Doppelbürger Felix Schütt an der Seite von Kaisti zum Einsatz.

Nach nervösem Start machten die zwei ihre Sache gut und gewannen die Sätze drei und vier, zwangen die Waadtländer in den Entscheidungssatz. Dort war dann aber die Nervosität wieder zurück und der Sieg konnte nicht realisiert werden. Besser machten es Gaudi/Cunningham.

Auch sie hatten gegen die jungen Lausanner Startschwierigkeiten, spielten aber von Satz zu Satz besser und konnten zum 1:1 ausgleichen. Aus dem Damendoppel Jann/Popovska und dem Mixed Jann/Kaisti resultierten zwei klare Siege für das Zürcher Team.

Herreneinzel enttäuschend

Die Einzel waren aus Sicht der Adliswiler enttäuschend. Im letzten Jahr gewann Gaudin klar gegen den stark aufspielenden Pierrehumbert. Doch an diesem Samstag fand Gaudin nie den Tritt und musste nach vier Sätzen den Sieg dem Gegner überlassen.

Nach einer leichten Verletzung vor Wochenfrist fand auch Patrick Zbinden in seinem Herreneinzel nie ins Spiel und musste sich in drei Sätzen geschlagen geben. Gleiches galt für Schütt, der den krank ausgefallenen Rimmer kurzfristig ersetzen musste.

Einzig das Dameneinzel war umstritten. Nishka Sharma kämpfte sich gegen Dickäuser im zweiten Satz zurück und konnte das Spiel auch im dritten ausgeglichen halten. Danach verletzte sich Dickhäuser schwer an der Achillessehne, was das Spiel überschattete und das starke Spiel der jungen Adliswilerin etwas in den Hintergrund rückte. Somit war das 4:4 Tatsache – zu wenig, wie sich später herausstellte.

Knappe Niederlagen gegen starkes Trogen

Am Sonntag in der Tüfi wollte das Team zum Saisonabschluss nochmals alles geben. Doch auch an diesem sonnigen Tag klappte es nicht mit den knappen Spielen. Sowohl das Herrendoppel 1, bei dem Andreas Zbinden sein letztes NLA-Team bestritt (er verlässt die Adliswiler in die NLB zu Uni Bern), als auch das Dameneinzel von Sharma und das Herreneinzel 2 von Gaudin wurden erst im fünften Satz entschieden.

Der Ausgang der drei Spiele war jedoch immer gleich: Trogen gewann den fünften Durchgang mit einem kleinen Vorsprung. In vier Sätzen an die Ostschweizer gingen das zweite Herrendoppel Gaudin/Cunningham sowie das Damendoppel Jann/Popovska.

Eine klare Angelegenheit waren die Herreneinzel 1 und 3. Ein müder Scheiwiller verlor sein Spiel gegen den starken Indonesier Diaz. Dafür steigerte sich Patrick Zbinden gegenüber dem Vortag massiv und bodigte Baldegger klar.

Erneut brillieren konnte das Mixeddoppel Kaisti/Jann. Der 33-jährige Finne zeigte, dass er noch immer zu den besten seines Faches gehört und konnte mit seiner jungen Partnerin Jorinn Jann das Mixeddoppel zum Punktgewinn für die Adliswiler sichern.

Besser als Tabellenplatz zeigt

Nun heisst es für das Adliswiler Team, sich im Sommer gut zu erholen und dann im Herbst wieder anzugreifen, wenn die nächste Saison startet. Der BC Adliswil beendet die NLA-Saison zwar auf dem siebten Tabellenplatz, einen Punkt hinter dem BC Uzwil. Doch beide Teams gewannen 36 von 96 Partien.

Dass die Sihltaler aber nah an den Teams dran sind, zeigt die Situation, dass die Satzbilanz besser ist als diejenige der Ostschweizer (162 gewonnene Sätze der Adliswiler, 139 der Uzwiler) und man sogar mehr Spielpunkte erzielte als das fünftplatzierte Team Argovia (3273 für Adliswil, 3041 für Uzwil und 3237 für Argovia). Dies macht dem Team Hoffnung, im kommenden Jahr mit mehr Erfahrung vorne mitspielen zu können.

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