Hunde beissen im Kanton Zürich weniger häufig zu

Die Zahl der Beissvorfälle mit Hunden ist im Kanton Zürich 2025 leicht zurückgegangen. Für das Veterinäramt des Kantons Zürich zeigen die seit Juni 2025 geltenden verschärften Regeln für Hundehalter Wirkung.

Die Zahl der Beissvorfälle mit Hunden sank 2025 leicht, um 1,5 Prozent auf 860 Fälle, wie das Veterinäramt des Kantons Zürich in seinem Jahresbericht am Dienstag mitteilte. In den Jahren zuvor war die Zahl jeweils angestiegen. 2024 aber deutlich weniger stark als zuvor.
Deutlich zugenommen hätten demgegenüber aber die Meldungen über aggressives Verhalten von Hunden. Lagen diese 2024 noch bei 159, wurden im letzten Jahr 206 Fälle gemeldet. Das Veterinäramt führt dies auf eine gestiegene Sensibilität der Bevölkerung für einen sicheren Umgang mit Hunden zurück.
Gefragt waren im letzten Jahr besonders die Kurse «Codex Kind & Hund». Rund 5'900 Kinder lernten dabei, wie sie sich im Umgang mit Hunden richtig verhalten und Beissverletzungen vermeiden können. Mit 295 durchgeführten Kursen wurde im letzten Jahr ein neuer Höchstwert erreicht.
Das Veterinäramt führt die positiven Ergebnisse des vergangenen Jahres auf die Änderungen im Hundegesetz zurück. Neu ist seit 1. Juni 2025 eine Ausbildungspflicht für Ersthundehaltende und Personen ohne aktuelle Hundeerfahrung obligatorisch. Ein Theoriekurs mit Prüfung sowie eine praktische Ausbildung sind vorgeschrieben. Damit soll ein tierschutzgerechter und gewaltfreier Umgang mit den Tieren gesichert werden.
Weiterhin vor grossen Herausforderungen steht das Veterinäramt laut Jahresbericht bei den Tierseuchen. Aufgrund des intensiven Personen-, Tier- und Warenverkehrs sowie klimatischen Veränderungen werde die Ausbreitung von Tierseuchen begünstigt.
Die Bekämpfung konkreter Tierseuchen, wie der Blauzungenkrankheit, standen vergangenes Jahr im Fokus. Auch beim nationalen Programm gegen die Klauenkrankheit Moderhinke bei Schafen wirkte das Veterinäramt mit. Grosse Bedeutung schenkte es der Krisenvorsorge.
Der Informationsbedarf seitens der Bevölkerung war im letzten Jahr besonders hoch. Rund 30 Prozent mehr telefonische Anfragen und 55 Prozent mehr schriftliche Anliegen musste das Veterinäramt beantworten. Von Interesse war insbesondere der Tierschutz bei Hunden. Doch auch zu Tierseuchen und deren aktuellen Entwicklung mussten Fragen beantwortet werden.




