Tiefer Wasserstand: Zürichsee-Fähre kann nur einen Steg anfahren

Es sind zwar nicht mehr 30 Grad, doch die Trockenheit hält an. Das hat Auswirkungen auf den Fährverkehr auf dem Zürichsee.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen ist zurzeit eingeschränkt unterwegs.
- In Meilen kann nur ein Steg angefahren werden.
- Der Wasserstand liegt immer noch über einen halben Meter unter dem Normalniveau.
Wer in diesen Tagen die Fähre zwischen Horgen und Meilen am Zürichsee nutzen will, könnte überrascht werden.
Denn die Fährschiffe können aktuell nicht alle Transportmittel mitnehmen. Der Grund: Der Wasserstand hat sich noch nicht erholt. Trotz kurzzeitigem Regen.

«Im Gegenteil, er ist seit letzter Woche nochmals gesunken. In Meilen kann aktuell nur Steg 1 (Seite Zürich) angefahren werden», teilt die Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG mit.
Denn Fähren werden über Rampen be- und entladen. Und je tiefer der Seespiegel liegt, desto steiler werde der Übergang zwischen Rampe und Schiff.
Besser den längeren Weg einplanen
Das bedeutet auch, dass bis auf Weiteres schwere Lastwagen und schwere Sonderfahrzeuge nicht mehr transportiert werden können.
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Das gilt auch für tief gebaute Fahrzeuge, also Autos mit geringer Bodenfreiheit oder tief liegender Frontschürze. «Dazu gehören auch Sportwagen und Limousinen, die bereits ab Werk tief gebaut sind, ebenso flache Anhänger und Tieflader», so die Fährgesellschaft.
Massgebend um auf die Fähre zu kommen sei aber nicht die Fahrzeugkategorie, sondern die Bodenfreiheit. Als Faustregel gelte: «Wenn das Fahrzeug auf steilen Tiefgaragenrampen, an Trottoirabsenkungen oder auf Bahnübergängen regelmässig aufsetzt, wird es auch auf unserer Rampe aufsetzen.»
Situation wird sich verschärfen
Auf fixe Gewichts- oder Höhenlimiten verzichte man bewusst. Viel eher sollte jeder Lenker, der unsicher sei, besser den Weg um den See, über Zürich oder über Rapperswil-Jona in den Zeitplan einbauen.
Rasch verbessern dürfte sich die Situation nicht. Das Bundesamt für Umwelt schreibt in seiner Lagebeurteilung vom Donnerstag: «Aufgrund der trockenen Witterung wird sich die Situation hinsichtlich Abflussdefizit und Niedrigwasser in den kommenden Wochen verschärfen.»
Und dies nicht nur auf den Zürichsee bezogen, sondern auf alle Seen und Flussgewässer in der Schweiz.
An vielen Stationen würden so tiefe Abflüsse beobachtet, wie sie statistisch gesehen nur alle 2 bis 30 Jahre oder noch deutlich seltener auftreten.








