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Zürich: Genossenschaft «Meh als Gmües» feiert 10-Jahre-Jubiläum

Pia Meier
Pia Meier

Knonaueramt,

Die Gemüsegenossenschaft «Meh als Gmües» besteht seit zehn Jahren. Während der Corona-Pandemie wuchs die Anzahl Aktivmitglieder. Doch seither stagniert sie.

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Die Gärtnerei der Gemüsegenossenschaft «Meh als Gmües» in Zürich-Affoltern. - Meh als Gmües

«Meh als Gmües», die Gemüsegenossenschaft in Zürich Nord, feierte kürzlich ihr 10-jähriges Bestehen. In diesen zehn Jahren habe die Genossenschaft, so Gründungsmitglied Matthias Probst, «mehrere Tiefs» erlebt, unter anderem aus personellen Gründen. Mehrfach habe man gedacht, «das sei das Ende».

Dabei war das ursprünglich von der Genossenschaft Mehr als Wohnen in Schwamendingen lancierte Projekt schon bald auch für die Bevölkerung von Affoltern, Oerlikon und Seebach geöffnet worden.

«Der Aufbau war nicht einfach», bestätigt Oswald Ulrich von der Genossenschaft. Während der Corona-Pandemie erhielt «Meh als Gmües» schlagartig Auftrieb erhalten und die Mitgliederzahl wuchs. Seither ist die Zahl der Aktivmitglieder allerdings konstant geblieben.

«Heute stagnieren wir bei ungefähr 260 Ernteanteilen. Unser Ziel lag einmal bei 400 Anteilen. Wir investieren aber viel Zeit, um neue Mitglieder zu begeistern. Bei uns können die Menschen immer viel Neues lernen und erfahren auch Gemeinschaft», betont Oswald Ulrich.

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«Meh als Gmües» ist eine Gemüsegenossenschaft in Zürich Nord. (Symbolbild) - keystone

Insgesamt zählt die Genossenschaft rund 600 Genossenschafterinnen und Genossenschafter. Für den Betrieb sind derzeit vier Gärtnerinnen und Gärtner in Teilzeit angestellt.

Aktive Mitarbeit

Die Gemüsegenossenschaft arbeitet nach den Prinzipien der «solidarischen Landwirtschaft». Für eine ganze Saison erwerben die Mitglieder im Voraus einen Ernteanteil, leisten während der Saison fünf Halbtageseinsätze pro Anteil und holen wöchentlich ihr Gemüse in einem von vier Depots ab.

Ein Teil wird zudem in der eigenen Küche weiterverarbeitet. Je nach Einkommen kostet ein Ernteanteil für ein Jahr zwischen 950 und 1500 Franken.

Mitglied der Genossenschaft wird, wer zusätzlich einen Anteilschein für 250 Franken erwirbt. Damit erhält man ein Stimmrecht und kann über Grundsätze, Produktion und Angebot mitentscheiden.

In der Stadt Zürich und der näheren Umgebung arbeiten mehrere Betriebe nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft, darunter der Huebhof in Schwamendingen mit Gemüse, Obst, Eiern und Fleisch.

Würdest du einer Gemüsegenossenschaft beitreten?

Dort können Ernteanteile auch ohne aktive Mitarbeit bezogen werden, allerdings zu einem höheren Preis. Zu Hause ist «Meh als Gmües» in der Gärtnerei an der Reckenholzstrasse in Zürich-Affoltern.

«Diese dient wie die angrenzende Katzenwiese vor allem der Biodiversität», sagt Oswald Ulrich. Zudem hat die Genossenschaft drei Anbauflächen gepachtet: Hungerberg, Wolfswinkel und Riedenhalden.

«Das sind insgesamt rund fünf Hektaren Land. Dort bauen wir bis zu 60 Sorten Gemüse an», so Ulrich. «Im Moment haben wir genügend Land, weil die Anzahl der Ernteanteile stagniert.» Längerfristig möchte die Gemüsegenossenschaft aber wieder wachsen.

Im kommenden Jahr wird die Gärtnerei Reckenholz umfassend instandgesetzt. Auf den Dächern sollen Photovoltaikanlagen installiert, die Regenwassernutzung ausgebaut und die Bewässerungsinfrastruktur erneuert werden.

Auch bei der Gestaltung der Umgebung spielen Biodiversität und Hitzeminderung eine wichtige Rolle. Bestehende Bauteile sollen, wo immer möglich, weiterverwendet werden. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Anfang 2027.

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst im «Tagblatt Zürich» erschienen.

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