Agglo Zürich

«Ländeli»-Badi in Meilen ZH wartet auf Schwanenbabys

Nico Leuthold
Nico Leuthold, Vivian Balsiger

Goldküste,

Ein Schwan und zwei Eier sorgen in der «Ländeli»-Badi in Meilen ZH für Ausnahmezustand: Eine ganze Badi fiebert gespannt einem kleinen Sommerwunder entgegen.

00:00 / 00:00

In der Badi «Ländeli» in Meilen ZH herrscht momentan Ausnahmezustand – wegen zwei Schwaneneiern. - Nau.ch/Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • Mitten in der See-Badi «Ländeli» in Meilen ZH hat eine Schwänin vier Eier gelegt.
  • Der Bereich wurde abgesperrt und die brütende Schwänin bekommt einen Rundumservice.
  • Es sind nur noch zwei Eier übrig, doch die Hoffnung auf Nachwuchs bleibt.

In der See-Badi-«Ländeli» in Meilen ZH herrscht zur Zeit Ausnahmezustand. Denn wo normalerweise gebadet wird, dreht sich seit Wochen alles um zwei Eier.

Ausgerechnet mitten in der Badeanlage hat sich nämlich eine Schwanendame ihr Nest gebaut. Und damit für einen der ungewöhnlichsten Sommergäste am Zürichsee gesorgt.

Entdeckt wurden die ersten Eier vor rund einem Monat von Ursula D’Aquila. Eigentlich wollte sie lediglich das Floss der See-Badi reinigen. Stattdessen stiess sie auf ein Gelege. Kurzerhand liess sie die Eier liegen.

Doch die eigentliche Überraschung folgte erst am nächsten Morgen.

Nach einem Sturm hatte D’Aquila Äste, Holz und Gestrüpp zu einem grossen Haufen zusammengerecht. Als sie tags darauf zurückkehrte, traute sie ihren Augen kaum: Mitten auf dem frisch aufgeschichteten Nest sass gemütlich eine Schwänin – und hatte bereits ein Ei gelegt.

Der Schwänin gefiel das Plätzchen offenbar so gut, dass sie schlussendlich sogar vier Eier legte.

Damit das werdende Schwanen-Mami ungestört brüten kann, wurde ihr Bereich grossräumig abgesperrt. Seither geniesst sie in der Badi einen Service, von dem manche Badegäste nur träumen können: Frisches Wasser, ein Sonnenschirm als Schattenspender und jede Menge Rücksicht.

«Gäste haben mitgelitten»

«Die Gäste haben richtig mitgelitten mit dem Schwan», erzählt D’Aquila. Besonders beeindruckt zeigt sie sich vom Verhalten der Besucher. Niemand habe die Absperrung missachtet. «Der Respekt war sehr gross.»

ursula
Ursula D’Aquila von der «Ländeli»-Badi freut sich über die grosse Rücksichtnahme und das Mitgefühl der Badegäste gegenüber dem brütenden Schwan. - Nau.ch

Inzwischen ist das Schwanen-Nest zur kleinen Attraktion geworden. Die ganze Badi fiebert mit und das gesamte Badi-Personal hilft bei der Pflege mit.

Allerdings läuft die Zeit. Die übliche Brutzeit liegt zwischen März und Juni und dauert maximal 38 Tage. Diese Frist ist mittlerweile überschritten.

Drückst du den Schwanen-Eiern in der Badi in Meilen auch die Daumen?

Von den ursprünglich vier Eiern sind nur noch zwei übrig geblieben. Die Schwanenmutter schaut regelmässig vorbei, der Schwanenpapa dagegen macht sich eher rar.

Trotzdem gibt die Badi-Gemeinschaft die Hoffnung nicht auf. Noch immer wird täglich gefragt, ob sich bereits etwas bewegt hat. Die Anteilnahme sei enorm, sagt D’Aquila.

Oder anders gesagt: In Meilen wartet derzeit eine ganze Badi gespannt auf das wohl süsseste Sommerwunder des Jahres.

Weiterlesen

Wasser
464 Interaktionen
«Überrissen»

Mehr aus Agglo Zürich

Schule
143 Interaktionen
Hitzewelle
Spreitenbach
1 Interaktionen
Spreitenbach
Spreitenbach

Mehr aus Zürich

GC
2 Interaktionen
Managing Director