Haus-Bewohner trifft im Keller auf 1,5-Meter-Schlange

    Aaron Studer
    Aaron Studer

    Regensdorf,

    Eine Ringelnatter wurde in einem Keller in Regensdorf ZH von der Feuerwehr befreit. Zuvor gab es bereits eine Schlange in der JVA Pöschwies. War es dieselbe?

    keller
    Die Feuerwehr in Regensdorf ZH hatte einen seltenen Einsatz: Eine Ringelnatter verirrte sich in einen Keller. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Feuerwehr in Regensdorf ZH musste eine Schlange aus einem Keller eines Reiheneinfamilienhauses retten.
    • Ein Bewohner des Hauses entdeckte die Schlange – und fuhr anschliessend mit dem Velo zum Feuerwehrdepot.
    • Dies war bereits die zweite Meldung wegen einer verirrten Ringelnatter in Regensdorf ZH.

    Mit diesem Fund hatten die Bewohner wohl nicht gerechnet: In einem Keller in Regensdorf ZH tauchte eine rund 1,5 Meter lange Ringelnatter auf.

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    Seltener Fund: Eine grosse Ringelnatter wird in einem Wohnhaus entdeckt. - zVg

    Die Feuerwehr rückte aus und brachte die ungiftige Schlange anschliessend in ein Naturschutzgebiet.

    Anwohner war «ratlos»

    Laurent Cohn von der zuständigen Feuerwehr erzählt auf Anfrage von Nau.ch mehr über den Einsatz: «Die Schlange wurde in einem Keller eines Reiheneinfamilienhauses in einem Wohnquartier in Regensdorf gefunden. Ganz in der Nähe unseres Feuerwehr Depots.»

    Ein Bewohner des Hauses entdeckte die Schlange – und fuhr ganz entspannt mit dem Velo zur Feuerwehr. Ängstlich sei er nicht gewesen, lediglich «ratlos».

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    Die Feuerwehr fing die Schlange ein. - zVg

    Er habe nicht gewusst, was er tun sollte. Deshalb habe er die Feuerwehr informiert.

    Laut Cohn gelte grundsätzlich in einer solchen Situation: «Ruhe bewahren. Die meisten in der Schweiz vorkommenden Schlangen sind für den Menschen ungefährlich und suchen keine Konfrontation.»

    Zwei Meldungen – dieselbe Schlange?

    Solche Einsätze sind für die Feuerwehr eher selten. Doch durch Zufall erfuhren sie, dass bereits in der vergangenen Woche eine Ringelnatter in der JVA Pöschwies gefunden worden war.

    Es sei möglich, dass es sich um dieselbe Schlange gehandelt habe.

    Treibt also dieselbe Ringelnatter im Raum Regensdorf ihr Unwesen?

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    Von der Feuerwehr in Regensdorf bis zur JVA Pöschwies sind es 1,5 Kilometer. Es sei möglich, dass es dieselbe Schlange war, sagt die Feuerwehr. - googlemaps

    Unwahrscheinlich! Rund um den Katzensee, in den Feuchtgebieten, gibt es jedoch viele Ringelnattern.

    Was man laut der Feuerwehr bei einer Begegnung mit einer Schlange auf keinen Fall tun sollte: Sie selbst einfangen oder gar töten. Das würde laut Cohn nur «Stress für beide Seiten» bedeuten.

    Die Ringelnatter wurde am Ende im Naturschutzgebiet am Katzensee ausgesetzt, wo sich Wasser in der Nähe befindet.

    Laut Cohn dürfte die anhaltende Hitze und Trockenheit eine Rolle spielen: Wildtiere seien auf der Suche nach Wasser, Nahrung oder kühleren Rückzugsorten und gelangten dadurch näher an Gebäude.

    «Info Fauna»: Weniger Schlangensichtungen wegen Hitze

    Andreas Meyer von «Info Fauna» widerspricht dieser Annahme jedoch: «Nein, wir stellen nicht fest, dass heimische Schlangen aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit vermehrt in Häuser eindringen.»

    «Aktuell werden gerade aufgrund der Hitze und Trockenheit nur wenige Schlangen gesehen», betont Meyer. Es sei ihnen schlicht zu heiss.

    Auch wenn die Ringelnatter zu den Wassernattern gehöre, und somit schneller Wasser finde, würde sie sich bei Hitze eher schonen.

    Hast du Angst vor Schlangen?

    Für Schlangen sei das Innere von Häusern komplett unattraktiv. Meistens gelangten sie unbeabsichtigt, beispielsweise durch einen Lichtschacht, ins Gebäude.

    Zu der in Regensdorf im Keller gefundenen Schlange sagt Meyer konkret: «Die Ringelnatter auf dem Foto ist in einem bemitleidenswerten Zustand und extrem abgemagert. Ich vermute, dass sie schon lange in diesem Kellerschacht gefangen war und keine Nahrung fand.»

    Um zu verhindern, dass Schlangen durch einen Lichtschacht ins Haus gelangen, sollte dieser mit einem Gitter versehen werden. Das schützt die Tiere auch davor, in den Schacht zu fallen und dort zu sterben.

    «Da die Schlangenaktivität während Hitzeperioden eingeschränkt ist, stellen wir keine Häufung solcher Fälle fest, im Gegenteil», sagt Meyer abschliessend.

    Kommentare

    User #1324 (nicht angemeldet)

    Ach, Ringelnattern sind doch vollkommen harmlos, nur nicht für Mäuse, Ratten und andere Nager. Wir haben es nur leider verlernt, mit Wildtieren in der Umgebung zu leben. 👍👍👍

    User #3864 (nicht angemeldet)

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