FC Zürich – Präsident Canepa: «Es wird keinen Umbruch geben»

Beim FC Zürich weht ein neuer Wind: Marcel Koller hat das Team übernommen und trat erstmals vor die Medien. Auch Präsident Ancillo Canepa äussert sich.

Das Wichtigste in Kürze
- Für Ancillo Canepa ist klar, dass es keinen Umbruch beim FC Zürich geben werde.
- Dass man Marcel Koller als Trainer an Bord holen konnte, mache ihn stolz.
- Koller freut sich auf die Arbeit mit jungen Spielern.
Neustart beim FC Zürich! Heute hat das Team erstmals öffentlich unter seinem neuen Trainer gearbeitet: Marcel Koller (65) soll die Zürcher wieder nach oben führen.
Mit Koller wechseln auch langjährige Weggefährten wie Harald Gämperle oder Yassin Mikari in den Letzigrund.

Am Nachmittag steht Koller dann erstmals den Medien Rede und Antwort. «Ich wollte zurück in die Schweiz kommen», so der 65-Jährige. Trotz des Pensions-Alter fühle er sich noch jung, betont er.
Canepa: «Marcel hat keine Sekunde Forderungen an das Kader gestellt»
«Die Leidenschaft für den Fussball treibt mich an – wie Ancillo und Heliane (Canepa, d.Red.). Deshalb waren die Gespräche mit ihnen ausschlaggebend für meine Entscheidung», so Koller.

Er arbeite gerne mit jungen Spielern. «Jetzt ist es am Trainerteam vorzugeben, wie wir spielen wollen. Wir haben talentierte Spieler. Gleichzeitig glauben wir auch, dass wir mehr aus ihnen herausholen können.»
Dieser Punkt ist auch Präsident Ancillo Canepa besonders wichtig: «Das ist der Unterschied zwischen guten und sehr sehr guten Trainern. Marcel hat keine Sekunde lang Forderungen bezüglich des Kaders gestellt.»

Koller sei sehr gut orientiert darüber, was für talentierte Spieler man beim FC Zürich habe. «Dass wir vereinzelt noch Verstärkungen holen, ist nicht ausgeschlossen. Aber es gibt keinen Umbruch. Wir werden – bildlich gesprochen – mit 90 Prozent des jetzigen Kaders in die neue Saison gehen», so der Präsident.
«Jetzt sollen die jungen Trainer Fehler bei anderen Clubs machen»
Dass man sich mit Marcel Koller für einen erfahrenen Trainer entschieden habe, sei kein Zufall, betont Ancillo Canepa. «Wir haben in all den Jahren mehr als einmal ein Trainer aus unserem Nachwuchs hochgezogen.»

Sein Fazit: «Bei jungen Trainer ist das Risiko gross, dass sie irgendwann Fehler machen. Jetzt haben wir entschieden, dass die jungen Trainer die Fehler bei einem anderen Klub machen sollen. Für uns war klar, dass wir einen erfahrenen Trainer wollen.»
Marcel Koller bringe einen unglaublichen Leistungsnachweis mit. «Daher sind wir auch stolz, dass der jetzt beim FC Zürich ist», so Canepa.
Dino Lamberti bleibt beim FC Zürich tätig
Zudem verrät der FCZ-Präsident, dass das bisherige Mandat mit Dino Lamberti verlängert wurde. «Er ist jetzt ‹Consultant to the President›. Und ich kann sagen: Er macht einen sehr guten Job und hat auch seinen Teil dazu beigetragen, dass Marcel Koller zu uns gewechselt ist.»

Zudem betont der Club-Präsident, dass man in den nächsten Monaten Klarheit über die Zukunft des Clubs schaffen wolle. «Das heisst aber nicht, dass wir in den nächsten Monaten zurücktreten. Wir wollen noch drei, vier oder fünf Jahre im Amt bleiben», so Canepa
Übrigens: Marcel Koller selber will zu Taktik-Fragen und Saisonzielen noch nicht allzu viel verraten. Zuerst wolle er mit der Mannschaft arbeiten. Aber nach Platz zehn in der Vorsaison sagt er: «Unter die ersten sechs zu kommen, wäre mal ein guter Start.»














