Sportzentrum Zürich: Viele Promis sind schon da!

Das neue Sportzentrum Zürich zwischen Dübendorf und Wangen-Brüttisellen feiert bald Eröffnung. Wir zeigen die Bilder. Es ist wie in Magglingen, aber ohne Berg.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Sportzentrum Zürich hat seinen Betrieb aufgenommen.
- Innerhalb von zwei Jahren und zwei Monaten ist eine neue Sportwelt entstanden
- Nau.ch zeigt die Bilder. Die offizielle Eröffnung ist am kommenden Montag.
13 Hallen, fünf Aussenanlagen, mehr als 30 Sportarten und 64 Millionen Franken Investitionsvolumen: Am Montag nimmt das Sportzentrum Zürich zwischen Dübendorf und Wangen-Brüttisellen seinen Betrieb auf.
Beim Medientag war bereits zu spüren: Hier soll nicht einfach trainiert werden – hier soll etwas in Bewegung kommen.
Was sich dem Besucher am Rande des früheren Militärflugplatzes Dübendorf eröffnet, sprengt die Dimensionen des helvetischen Durchschnitts – und will so gar nicht in die Agglomeration Zürich passen, wo neue Sportanlagen oft zu Luftschlössern degradiert werden.

Doch in diesem Fall ist alles anders. Innerhalb von zwei Jahren und zwei Monaten ist eine neue Sportwelt entstanden: Fünf Stockwerke, 23'000 Quadratmeter, 13 Hallen und Platz für rund 30 Sportarten. Kunstturnen trifft auf Tennis, Trampolin auf Akrobatikturnen, Padel auf Leichtathletik. Selbst Stabhochsprung und Speerwerfen sind möglich.
Am Montag, 17. August, nimmt das Sportzentrum Zürich zwischen Dübendorf und Wangen-Brüttisellen den Betrieb auf.
Magglingen – nur ohne Berg
Es ist eine Anlage, die sich durchaus mit dem nationalen Sportzentrum in Magglingen vergleichen lässt. Mit einem entscheidenden Vorteil: Das Sportzentrum Zürich liegt mitten im grössten Schweizer Ballungsraum und ist hervorragend erschlossen.

Für Ruth Dettwiler, Gemeindepräsidentin von Wangen-Brüttisellen, ist das Projekt deshalb weit mehr als ein imposantes Gebäude. Es ist eine Chance für die ganze Region – und ein Ort, an dem sich Spitzensport, Nachwuchs und Breitensport begegnen.

Die Geschichte dahinter reicht zwölf Jahre zurück. 2014 entstand eine erste Vorstudie zur Zukunft der alten Sportanlage Dürrbach. 2015 folgte das Kick-off zwischen dem Zürcher Turnverband und dem Regionalverband Zürich Tennis. Baubeginn war im Juni 2024. Nun ist die gemeinsame Vision Realität.

Die Besten mit den Besten
Für den Zürcher Turnverband als grössten kantonalen Turnverband der Schweiz mit über 56'000 Mitgliedern wird das Zentrum zum wichtigen Leistungs- und Nachwuchsstandort. Rund 170 Athletinnen und Athleten sowie 24 Trainerinnen und Trainer werden hier wöchentlich arbeiten.

Auch der Tennissport profitiert. Im Kanton Zürich gibt es rund 40'000 Tennisspielerinnen und Tennisspieler – Tendenz stark steigend. Gleichzeitig werden Hallenplätze im Winter immer knapper. Das Sportzentrum soll deshalb beides ermöglichen: Die Besten mit den Besten trainieren lassen – und gleichzeitig den Breitensport fördern.

«Polysportivität ist die Zukunft»
Die frühere Eiskunstlauf-Europameisterin Sarah van Berkel bringt die Bedeutung der Infrastruktur auf den Punkt: «Die Verfügbarkeit von Trainingsinfrastruktur im Schweizer Sport ist essenziell.» Auch ohne Eisbahn sei die Anlage dank ihrer polysportiven Möglichkeiten für Eiskunstläufer wertvoll.

Eishockey-Legende Mathias Seger sieht gerade für den Nachwuchs grosses Potenzial: «Der polysportive Trainingsansatz wird immer wichtiger.» Junge Hockeyspieler könnten durch andere Sportarten neue taktische und strategische Lösungen kennenlernen.

Und Eddy Yusof, einst Spitzenkunstturner, sieht den Mehrwert im Austausch: «Es ist extrem spannend zu sehen, wie in anderen Sportarten trainiert wird.» Sein Urteil über die neue Anlage: «In jedem Fall top.»

Jetzt kommt Leben in die Hallen
Das Sportzentrum versteht sich als Gemeinschaftsprojekt: Verbände, Sportarten, Gemeinden und weitere Partner haben zwölf Jahre lang daran gearbeitet.

Es soll Menschen jeden Alters und Leistungsniveaus zusammenbringen – vom Nachwuchs bis zum Spitzensportler, vom Verein bis zur Schule.

Am Sonntag, 16. August, folgt mit dem Open House der erste grosse Auftritt. Die kostenlosen Tickets sind bereits vergriffen. Am Montag beginnt der Soft-Launch. Oder mit anderen Worten: Das Gebäude steht. Die Infrastruktur ist bereit. Jetzt kommt der entscheidende Teil: 23'000 Quadratmeter müssen mit Leben gefüllt werden.









