Elf Tore – UHC Uster demontiert die Kloten-Dietlikon Jets

    UHC Uster
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    In der Stighag-Sporthalle in Kloten ZH liessen die Ustermer am Samstagabend nichts anbrennen. Goalie Alessio Mura feierte seinen ersten Shutout.

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    Der UHC Uster ist ein Unihockeyverein aus Uster. Heimspielstätte des Vereins ist die Sporthalle Buchholz. - Keystone/ Grafik Nau.ch

    Gegen den über sämtliche Drittel hinweg überforderten Aufsteiger setzen sich die Zürcher Oberländer mit 11:0 durch.

    Es war alles andere als ein spannungsgeladener Krimi, den die 211 Zuschauer an diesem Samstagabend in der Klotener Stighag-Sporthalle zu sehen bekamen. Aus Sicht des Heimteams spielte sich ein 60minütiges Drama ab, das insbesondere im letzten Spielabschnitt Formen eines Horrorstreifens annahm. Die Ustermer hingegen dürften sich bisweilen als Akteure in einem in die Realität schwappenden Fantasy-Movie gefühlt haben, in dem sich auch der eine und andere «Superheld» hervortat.

    Einer davon war Alessio Mura, der in seinem vierten Meisterschaftsspiel für die Zürcher Oberländer seinen ersten Shutout feiern konnte. Trotz der Ustermer Überlegenheit und der wenigen gefährlichen von über die gesamte Partie auch nicht wenigen Abschlussversuchen der Jets, benötigte es doch die eine und andere Intervention des 22jährigen UHCU-Keepers, um die Null zu halten. Die grösste Tat war wohl der gehaltene Penalty im zweiten Drittel, als er gegen Klotens Janik Kürschner die Oberhand behielt.

    Aber bereits in Drittel eins war Mura mit zwei Topparaden gegen Jets-Captain Moritz Krebs und Jan-Peter Burri zur Stelle gewesen, mit denen er die Ustermer 1:0-Führung aus der neunten Minute verteidigte. In Minute 32 liess er sich auch dann nicht bezwingen, als drei Klotener auf sein Gehäuse zuliefen und sich Nico Mutter für den (zu zentral auf Mura abgegebenen) Abschluss am einzigen noch in die Szene involvierten Ustermer Verteidiger Loris Murer vorbei anstelle eines Passes auf einen der beiden Mitspieler entschied. Schön zu sehen war auch, dass die Mannschaft in den letzten zehn Spielminuten beim Stand von 8:0 sichtlich primär darauf bedacht war, ihrem Goalie diesen persönlichen Erfolg zu ermöglichen.

    Dass es dann trotzdem auch noch zu weiteren drei Toren reichte, sagt viel über die Kräfteverhältnisse an diesem Abend aus.

    Mit Matteo Gervasoni setzte ein weiterer Zürcher Oberländer Neuzugang ebenfalls Zeichen an diesem Abend, in seinem Fall in Form seiner ersten Meisterschaftstreffer im Uster-Trikot. In der 25. Minute fing der junge Tessiner ein langes Zuspiel des Kloteners Pyry Kauppinen in die Ustermer Spielfeldhälfte ab, zündete die Lachgaseinspritzung, düste am Jets-Topscorer Johan Larsson vorbei, der wie der Klotener Kader generell an diesem Abend eher Bleifrei 95 als Kerosin getankt zu haben schien, und schlenzte den Ball am gegnerischen Verteidiger Jere Mattila und Keeper Jan Lemke vorbei zum 3:0 ins rechte hohe Eck. Und weils so schön war, setzte er dann im Schlussdrittel nach einem Bilderbuchkonter gleich noch einen zum 6:0 drauf und war dann 74 Sekunden vor der Schlusssirene auch noch für den Treffer zum 11:0-Schlussresultat besorgt.

    Für die letzten 20 Minuten hatte übrigens Jan Lemke, der Klotener Keeper mit Ustermer Vergangenheit, seinem Backup Ilja Brunner Platz gemacht.

    Als «Superhelden»-Team glänzte nicht zum ersten Mal die zweite Linie um Center Yves Klöti, die für nicht weniger als acht der elf Treffer an diesem Abend verantwortlich zeichnete, wobei ein guter Teil davon aus wirklich tollem Direkt-Kombinationsspiel resultierte, bei denen die Klotener jeweils nicht mehr als die Statistentrollen einnahmen. Beim teaminternen Duell um das Topscorer-Shirt zog Johannes Wilhelmsson mit drei Toren und vier Assists wieder an seinem lettischen Stürmer-Kollegen Daniels Jānis (drei Tore) vorbei.

    Im Duell Zürcher Oberland versus Zürcher Unterland hat erstgenanntes also nach dem ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison die Nase mit 1:0-Siegen vorn. Bereits in sieben Tagen steht dieses Duell im Rahmen des Cup-Achtelfinals erneut auf dem Programm, dann in der Ustermer Buchholz-Halle.

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