Zürcher Kantonsrätinnen stellen Gymi-Prüfung infrage

Die SP, Grüne und AL fordern vom Zürcher Regierungsrat eine Analyse zum prüfungsfreien Übertritt ans Gymnasium.

Der Zürcher Regierungsrat soll die Auswirkungen eines prüfungsfreien Übertritts ans Gymnasium aufzeigen. Dies fordern Kantonsrätinnen von SP, Grünen und AL in einem Vorstoss.
Das heutige Aufnahmeverfahren bedeute für viele Schülerinnen und Schüler «enormen Stress» und für Eltern oft zusätzliche Kosten.
Wird das Postulat überwiesen, muss der Regierungsrat abklären, welche Auswirkungen ein prüfungsfreier Gymi-Übertritt für alle oder nur ab der zweiten oder dritten Sek hätte.
Die Postulantinnen betonen, dass die Gymi-Übertritte zwischen den Gemeinden stark variieren würden. In Schlieren beispielsweise wechselten nur 5,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler nach der Primarschule ans Gymnasium. In Küsnacht sind es 30,7 Prozent, in Uitikon sogar 52 Prozent.
Gymi-Übertritte: Ein Blick auf die Unterschiede
Sie verweisen auf frühere Angaben der Bildungsdirektion, wonach sowohl mehr Unterstützung der Eltern oder eine bessere Lernumgebung zu Hause als auch Unterschiede in den Leistungsbeurteilungen durch Lehrpersonen zu diesen Unterschieden beitragen würden.
Die Kantonsrätinnen sind der Ansicht, dass der Zugang zum Gymi mit der Aufnahmeprüfung für viele Schülerinnen und Schülern mit enormem Stress und für viele Eltern mit zusätzlichen Kosten für die Prüfungsvorbereitungskurse verbunden seien.
Die Kantonsrätinnen sind der Ansicht, dass viele Schülerinnen und Schüler mit Potential gar nie ans Gymnasium kommen.
Sie zweifeln auch daran, ob das heutige Aufnahmeverfahren effizient ist, weil die Prüfung ohne einen Vorbereitungskurs kaum bestanden werden könne.