Weil sie friert: SVPlerin will Warteraum vor Polizeiposten

Eine SVPlerin aus Schlieren ZH suchte zuletzt mehrmals den Polizeiposten auf. Weil der Schalter besetzt war, musste sie draussen in der Kälte warten.

Das Wichtigste in Kürze
- Heidemarie Busch (SVP) fordert einen Warteraum beim Polizeiposten in Schlieren ZH.
- Grund: Weil der Schalter besetzt war, musste sie kürzlich draussen in der Kälte warten.
Seit 2010 sitzt Heidemarie Busch (SVP) im Gemeindeparlament von Schlieren ZH. Bei den Wahlen vom 8. März verlor sie jedoch ihren Sitz. Ihr Amt übt sie noch bis zur nächsten Parlamentssitzung im Mai aus.
Jetzt macht die Politikerin mit einem anderen Anliegen von sich reden. Sie hat ein Postulat eingereicht, das sich mit den Zuständen beim örtlichen Polizeiposten beschäftigt.
«In den letzten Wochen musste ich, wegen eines Raubes, einige Male zur Stadtpolizei Schlieren gehen», erklärt Busch darin.
Dabei hat sie offenbar mehrfach längere Wartezeiten erlebt. Denn: «Wenn schon eine Person am Schalter stand und mit einem Polizisten sprach, musste man draussen warten.»

Für die Privatsphäre zeigt Busch durchaus Verständnis. «Es ist mir klar, dass man sein Anliegen nicht vor der Öffentlichkeit, da reicht auch schon eine Person, der Polizei mitteilen will», betont sie.
Problematisch findet sie jedoch etwas anderes. «Das die zweite und dritte und vierte Person, die zur Polizei möchte, draussen, bei jedem Wetter, warten muss, ist nicht einwohnerfreundlich», kritisiert Busch.
In ihrem Postulat fordert sie den Stadtrat deshalb auf, eine Lösung zu prüfen. Konkret soll untersucht werden, ob ein Warteraum für Besucherinnen und Besucher des Polizeipostens in Schlieren möglich wäre.
In der «Limmattaler Zeitung» nehmen die Stadtpolizei Schlieren und die Kantonspolizei Zürich Stellung. Eine Einschätzung, wo und wie ein Warteraum realisiert werden könnte, können beide Behörden nicht abgeben.
Das Postulat wurde kürzlich eingereicht und liegt nun beim Gemeindeparlament. Dieses muss entscheiden, ob der Vorstoss an den Stadtrat überwiesen wird.








