Nach Absage des Pride-Festivals soll Stadt Zürich Gebühren erlassen

Nach der Absage des diesjährigen Zürcher Pride Festivals soll die Stadt Zürich den Gastrobetrieben und Veranstaltern entgegenkommen. Der Stadtrat solle dazu beitragen, dass auch ohne Festival viele Partys stattfinden könnten – etwa durch Gebührenerlass.

Die Party ist zu Ende, bevor sie losging: Der Verein Zurich Pride Festival entschied vergangene Woche, das zweitägige Festival rund um die queere Demonstration am 20. Juni abzusagen. Auslöser war die Tatsache, dass viele grosse Unternehmen ihr Sponsoring für die Pride zuletzt reduzierten oder ganz beendeten.
Gemeinderatsmitglieder von SP und Grünen finden es aber wichtig, dass trotz Festival-Absage auch in diesem Jahr viele queere Veranstaltungen stattfinden. Die Pride sei ein politisches Statement und Ausdruck gelebter Vielfalt.
In einem am Donnerstag publizierten Postulat fordern sie deshalb, dass die Stadt Veranstaltende, die mit eigenen Anlässen einspringen wollen, «pragmatisch unterstützt». Sicherheits- und Lärmschutzanliegen sollten nicht vernachlässigt werden, aber es sollten bürokratische Hürden abgebaut werden.
Insbesondere solle geprüft werden, ob Gebühren reduziert oder erlassen werden könnten. Ziel sei, dass solche Veranstaltungen niederschwellig stattfinden könnten. Das Parlament wird in einer der kommenden Sitzungen über den Vorstoss debattieren.
Die Zürcher Pride gibt es seit über dreissig Jahren. Sie gilt als bedeutendste LGBTQIA+-Veranstaltung der Schweiz. Auf die Pride-Demonstration hat die Absage des Festivals keinen Einfluss.






