Stadt Zürich

MBaer Bank von US-Behörde als Geldwäschereirisiko eingestuft

Keystone-SDA
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Zürich,

«Primäres Risiko für Geldwäscherei»: Die US-Behörde Financial Crimes Enforcement Network will der Zürcher MBaer den Zugang zum US-Finanzsystem sperren.

Geldwäscherei
Die US-Geldwäschereibehörde stuft die Zürcher MBaer Merchant Bank als «primäres Risiko für Geldwäscherei» ein. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Financial Crimes Enforcement Network will MBaer vom US-Finanzsystem ausschliessen.
  • Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht setzt bei MBaer einen Monitor ein.
  • Vor dem Bundesverwaltungsgericht läuft ein Beschwerdeverfahren.

Die US-Geldwäschereibehörde stuft die Zürcher MBaer Merchant Bank als «primäres Risiko für Geldwäscherei» ein. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma setzt derweil nach einem Enforcementverfahren einen Prüfbeauftragten bei der Bank ein.

Die US-Behörde FinCEN (Financial Crimes Enforcement Network) will nun der Zürcher MBaer den Zugang zum US-Finanzsystem verwehren. Das teilt das US-Finanzministerium am Donnerstag mit.

MBaer habe «hunderte Millionen Dollar im Auftrag illegaler Akteure mit Verbindungen zum Iran und zu Russland durch das US-Finanzsystem geschleust», schreibt das Ministerium.

Finma
Nun sei ein Prüfbeauftragter der Finma als «Monitor» eingesetzt worden. (Symbolbild) - keystone

Konkret soll es damit US-Banken untersagt werden, für die MBaer oder in deren Namen Korrespondenzkonten zu eröffnen oder zu führen. Das erläutert die Schweizer Finma in einer eigenen Mitteilung vom Donnerstag. Die vorgeschlagene Massnahme des FinCEN befänden sich aktuell in öffentlicher Vernehmlassung.

Soll der Zürcher Bank der Zugang zum US-Finanzsystem verwehrt werden?

Die Finma stehe im Zusammenhang mit dem Fall mit der Bank und dem FinCEN in Kontakt, betonte die Schweizer Behörde. Derweil sei ein vor drei Wochen abgeschlossenes Enforcementverfahren der Finma gegen die Bank derzeit vor Bundesverwaltungsgericht hängig.

Aufgrund des hängigen Beschwerdeverfahrens sei es der Finma nicht möglich, bei der MBaer Merchant Bank AG eigene Massnahmen umzusetzen, hiess es weiter. Allerdings sei nun ein Prüfbeauftragter der Finma als «Monitor» eingesetzt worden.

MBaer analysiert den Fall

Die betroffene MBaer Bank selber hat den Entscheid der FinCEN zur Kenntnis genommen, wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP in einer Stellungnahme schrieb. Konkret werde man aber erst nach Rücksprache mit den eigenen US-Anwälten zum Fall Stellung nehmen.

MBaer werde weiter vollumfänglich mit den zuständigen Behörden kooperieren und die Tätigkeit des eingesetzten Prüfbeauftragten der Finma unterstützen, hiess es. Die Bank prüfe die angekündigten Massnahmen sorgfältig und werde ihre Interessen im vorgesehenen Verfahren wahren.

Zugleich unterstrich die Bank, dass sie über eine solide Kapital- und Liquiditätsbasis verfüge und ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen des Möglichen weiterführe.

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