Frauenanteil im Zürcher Gemeinderat erreicht neuen Rekordwert

Der Frauenanteil im Zürcher Gemeinderat ist nach den Wahlen vom Sonntag auf 45,6 Prozent gestiegen – so viel wie noch nie. In den Fraktionen von SP und Grünen haben die Frauen deutliche Mehrheiten.

57 Frauen und 68 Männer wurden am gestrigen Sonntag in den Stadtzürcher Gemeinderat gewählt. Das Durchschnittsalter der Gewählten beträgt 44,5 Jahre. Dies ergab eine Auswertung von Keystone-SDA.
Geringfügige Verschiebungen sind noch möglich, da beispielsweise nicht klar ist, ob alle Gewählten die Wahl auch annehmen und das Amt antreten werden. Sollte der Stadtrat aufgrund des knappen Ausscheidens der EVP eine Nachzählung anordnen, sind auch grössere Änderungen möglich.
Bleibt es beim jetzigen Stand der Ergebnisse, dann ist der Frauenanteil einmal mehr deutlich gestiegen. Nach den Wahlen 2022 betrug er 40 Prozent. Dass nun fast die Hälfte des Zürcher Stadtparlaments aus Frauen besteht, ist insbesondere auf den hohen Frauenanteil bei SP und Grünen zurückzuführen. Bei der SP gingen 25 von 41 Sitzen an Frauen, bei den Grünen waren es 10 von 14 Sitzen. Den geringsten Frauenanteil weist die SVP aus. Bei ihr ist einer von 16 Sitzen mit einer Frau besetzt. Zuletzt sassen nur Männer für die SVP im Rat.
Gross sind die Unterschiede im Zürcher Gemeinderat nicht nur beim Frauenanteil – sondern auch beim Alter. Vera Çelik (SP) ist mit Jahrgang 2005 künftig das jüngste Mitglied des Zürcher Stadtparlaments. Am anderen Ende der Altersskala liegt Anthony Goldstein (FDP) mit Jahrgang 1949.
Auch auf Ebene der Parteien zeigen sich deutliche Altersunterschiede: Die jüngsten Fraktionen stellen die Grünen (Durchschnittsalter 40,5 Jahre) und die SP (41,4 Jahre). Die ältesten Gemeinderäte stellen Mitte (50,4 Jahre) und AL (48,4 Jahre).






