Petition eingereicht: Langstrasse soll Unesco-Weltkulturerbe werden

1201 Nachtschwärmer und andere Fans der Langstrasse fordern mit einer Petition die Aufnahme der Strasse ins Unesco-Weltkulturerbe. Stadtpräsident Raphael Golta (SP) hat das Anliegen am Mittwoch vor Ort entgegengenommen.

«Als Urzürcher finde ich auf jeden Fall, dass die Langstrasse schützenswert ist», sagte Stadtpräsident Golta am Mittwochabend in der OléOlé-Bar, wo ihm die Unterschriften überreicht wurden. Nun müsse der Stadtrat entscheiden, wie man mit der Petition und den Vorgaben der Unesco umgehe.
Mit dem Vorstoss soll erreicht werden, dass die Unesco die lebendige Kultur des Quartiers offiziell als Erbe anerkennt. Denn die bekannte Ausgehmeile ist laut den Initianten «ein einzigartiger gesellschaftlicher Schmelztiegel».
Besonderen Fokus legen die Initianten auf Orte wie den Helvetiaplatz oder die Fassade des früheren Kino Rolands. Die Kampagne sei jedoch keine reine Gentrifizierungskritik, Wandel bringe auch Positives, solange Konstanten bleiben würden.
Zuspruch aus der Bevölkerung
Enorm viele Rückmeldungen und Zuspruch aus der Bevölkerung und dem Quartier seien bereits eingegangen, sagte die Betreiberin der OléOlé-Bar, Elena Calame Longjean, während der Übergabe. Das zeige, dass die Petition einen Nerv treffe.
Voraussichtlich in einem halben Jahr wird der Stadtrat seinen Entscheid bekanntgeben, ob er tatsächlich eine Kandidatur bei der Unesco einreichen wird. Weil nur staatliche Behörden Anträge einreichen dürfen, geht die Petition ans Stadtpräsidium. Ähnliche Bestrebungen gab es bereits für Ausgehviertel in Hamburg oder Berlin.



