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Zürich: 287 gemeinnützige Wohnungen – Siegerprojekte stehen fest

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Auf dem Areal Thurgauerstrasse in Zürich entstehen 287 gemeinnützige Wohnungen und Gewerbeflächen. Die Architekturwettbewerbe sind nun entschieden.

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Zürich: 287 gemeinnützige Wohnungen – Siegerprojekte stehen fest (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

Auf dem städtischen Areal Thurgauerstrasse in Zürich-Seebach entsteht ein lebendiger und durchmischter Quartierteil. Nun ist ein Meilenstein bei den für Wohnen und Gewerbe vorgesehenen Teilgebieten C (Bereiche C2 bis C4) und D erreicht: Die vom Amt für Hochbauten durchgeführten Architekturwettbewerbe sind entschieden.

Gewonnen haben die Teams von «MMMR Architekten» mit «Hurle Pier Paolo» (Landschaftsarchitektur) für das Teilgebiet C (Bereiche C2 bis C4) und «atelier ORA – Orti Riscassi Architekten GmbH» mit «BÖE GmbH» (Landschaftsarchitektur) für das Teilgebiet D. Über das Wettbewerbsergebnis zum Bereich C1 auf dem Teilgebiet C wird die Stadt nach einer anonymen Überarbeitung Anfang 2027 informieren.

Bunte Vielfalt mit neuen Lösungsansätzen

Im Teilgebiet C (Bereiche C2 bis C4) entstehen rund 128 Wohnungen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsflächen. Die Baugenossenschaft «mehr als wohnen» steht für Innovation und gelebte Gemeinschaft. Beides soll in diesem dritten Projekt der Genossenschaft partnerschaftlich mit der vor Ort bereits verankerten Wohnbaugenossenschaft Grubenacker umgesetzt werden.

Das Siegerprojekt «OUROBOROS» von «MMMR Architekten» mit «Hurle Pier Paolo» (Landschaftsarchitektur) steht im Zeichen der Vernetzung der neuen Nachbarschaften und der Kreislaufwirtschaft. Das Projekt besteht aus total 8 vier- bis siebengeschossigen miteinander vernetzten kleinen Gebäudeeinheiten, die gemeinsam einen Hof als grosses Ganzes teilen und so die Erfahrung von Nachbarschaften ermöglichen. Die Treppenhauseinheiten sowie gemeinschaftlichen Räume, Wohnungen und Gewerbe sind in den Gebäudeeinheiten zur Thurgauerstrasse im ersten Obergeschoss über eine interne Verbindungsgasse, die «Rue Élevée», verknüpft.

Die qualitätsvollen Wohnungen bieten ein ausgewogenes Verhältnis von privaten Rückzugsräumen und gemeinschaftlichen Zonen. Dabei sind sie gut belichtet und ausgerichtet. Das Gebäude verbindet Holz und Beton auf sinnvolle Weise.

Wohnen in partizipativer Nachbarschaft

Im Teilgebiet D entstehen 159 Wohnungen, eine Kindertagesstätte sowie Gewerbe- und Dienstleistungsflächen. Die Genossenschaft «WOGENO Zürich» steht für selbstverwaltetes Wohnen zur Sicherung von preiswertem und sicherem Wohnraum. Das Angebot der städtischen Stiftung Familienwohnungen (SFW) richtet sich an Familien mit mindestens drei Kindern.

Gemeinsam wollen sie die Vision von bezahlbarem Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in einer vielfältigen und partizipativen Nachbarschaft und mit verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen umsetzen. Das Siegerprojekt «D’HEI!» von «atelier ORA – Orti Riscassi Architekten GmbH» mit «BÖE GmbH» (Landschaftsarchitektur) besteht aus einem neungeschossigen Punktbau an der Thurgauerstrasse, der über Laubengänge mit einem siebengeschossigen Flachbau verbunden ist. Die siedlungsverbindenden Laubengänge sind wichtige Begegnungszonen für die Bewohnenden zur Bildung von Nachbarschaften.

Die Wohnungen sind mehrheitlich zweiseitig ausgerichtet und überzeugen durch Flexibilität in der Nutzung. Das Projekt setzt auf Systemtrennung und eine materialeffiziente Holz-Recyclingbeton-Verbundkonstruktion.

Beide Siegerprojekte verbindet ein rücksichtsvoller Umgang mit der kleinteiligen niedrigeren Bebauung an der Grubenackerstrasse, die baulichen Akzente an der Thurgauerstrasse, die ins Quartier eingebundenen Aussenräume und die nachhaltige Bauweise zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Die Kompaktheit, nachhaltige Materialisierung und der Einsatz von Re-Use-Bauteilen, die Umgebungsgestaltung sowie der hohe Anteil an Photovoltaik tragen zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz bei. So entstehen langlebige, flexible und wirtschaftliche Gebäude, die den Anforderungen an nachhaltiges Bauen entsprechen und als zukunftsweisende Beispiele für ressourcenschonende Architektur dienen.

Die Erstellungskosten bewegen sich bei beiden Siegerprojekten im Kostenrahmen. In einem nächsten Schritt werden die beiden Projekte nun detailliert ausgearbeitet. Die Bauträgerschaften gehen davon aus, dass auch im weiteren Projektverlauf die Vorgaben der kantonalen Wohnbauförderung und der Kostenrahmen eingehalten werden können.

Mit der Fertigstellung der Wohn- und Gewerbebauten ist frühestens 2032 zu rechnen.

Die partnerschaftlich geplanten Teilgebiete auf dem Areal Thurgauerstrasse orientieren sich an der Vision des zirkulären Bauens, Wirtschaftens und Wohnens. Für die gemeinsame Projektentwicklung haben sich die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich, die Baugenossenschaft «mehr als wohnen» mit Wohnbaugenossenschaft Grubenacker, die SFW und die Genossenschaft «WOGENO Zürich» unter dem Namen «nordnordost (NNO)» zusammengeschlossen.

Auf dem Areal Thurgauerstrasse eröffnete 2024 das Schulhaus Nordstern im Teilgebiet B. Der benachbarte Quartierpark und das umgebaute Schützenhaus werden im Sommer 2027 in Betrieb genommen. Bis 2032 folgen auf dem Teilgebiet A ein Wohnhochhaus mit einem städtischen Gesundheitszentrum für das Alter und Wohnungen der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich. Die Teilgebiete E und F werden in einer weiteren Etappe in den 2030er-Jahren entwickelt.

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